Nuworks zeigt The Electra Legacy

Im Rahmen des Gastspiels der Nuworks Theatre Company in der ASG-Aula in Castrop-Rauxel, haben wir die vier Gründer David Dunn, Mark Howard, Lydia Saroto und Peter Noble exklusiv zum Interview treffen können.

Vor 30 Jahren gründete David Dunn eine, wie er sie nennt, Gruppe „kreativer Köpfe“, die sich voll und ganz dem Schreiben und Kreieren von Theaterstücken verschrieben hat. Die Nuworks Theatre Company war geboren.
Als Lehrer legt er seinen Fokus vor allem auf sozial-politische Stücke und widmet sich auch in seiner Freizeit voll und ganz der Arbeit mit seinen Schülerinnen und Schülern.
Was zunächst als kleines Projekt ohne eigenständiges Theater begann, wurde im Laufe der Jahre immer größer. Seit geraumer Zeit besitzt die Nuworks Theatre Company einen eigenen Theatersaal, ein Tonstudio und ein Probenzentrum.
Der hauptsächliche Theaterbetrieb findet in Melbourne (Australien) statt. Alle drei Jahre jedoch geht die Company auf Tour: Diese führt sie sowohl nach Europa, als auch nach Asien.
In diesem Jahr tourt das Nuworks Theatre mit drei unterschiedlichen Produktionen durch Deutschland und Großbritannien. Mit ihrem Stück „The Electra Legacy“ waren sie am 27. September 2017 in der ASG-Aula in Castrop-Rauxel zu Gast.
Vor 300 Zuschauerinnen und Zuschauern des ASG und der WBG präsentierte die Gruppe eine moderne, musikalische Adaption des Klassikers von Sophokles.
„Wir freuen uns auf das junge deutsche Publikum“, sagt David Dunn im Vorfeld der Aufführung. „Unsere australischen Zuschauer sind lange nicht so theateraffin wie das Zuschauer auf unserer Tournee. Wir haben bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit der Publikumsreaktion gehabt. Wir haben große Freude an unserer Arbeit. Für uns geht es bei unseren Stücken vorwiegend um den kreativen Prozess, welcher dahintersteckt. Wir wollen Entertainment bieten, aber auch eine Message vermitteln“. Die vier Produzenten David Dunn, Mark Howard, Lydia Saroto und Peter Noble, genießen den kreativen Aspekt, der hinter ihren gelungenen Produktionen steckt.
„Wir sind fast vollkommen ungebunden. Diese Freiheit bei den Kompositionen ist für mich etwas ganz Besonderes“, kommentiert Lydia Saroto. Sie ist, zusammen mit Mark Howard, für die musikalische Untermalung der Stücke zuständig. Darüber hinaus stehen die Beiden mit Ihrem Ensemble auf der Bühne.
„Unsere Tournee ist ein einmaliges Erlebnis, welches uns vor besondere Herausforderungen stellt. Es gibt keine festen Pläne. Spontanität steht an der Tagesordnung“, berichtet Peter Noble.
Die weite Reise erlaubt es nicht, ein Bühnenbild oder Requisiten mitzuführen. „Wir arbeiten mit unserer Choreographie. Wenn wir doch Requisiten brauchen, werden diese spontan im jeweiligen Land gekauft“, erklärt David Dunn abschließend.