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Musaab Sadeq Khaleel Al-Tuwaijari
Blitzlichter

Musaab Sadeq Khaleel Al-Tuwaijari ist 1987 in Baquba im Irak geboren und lebt seit 2005 in Deutschland. 2014 schloss er sein Studium mit einem Bachelor of Science in Psychologie (B.Sc.) in Saarbrücken ab und arbeitet beim Deutschen Roten Kreuz in einer Beratungs-stelle für Migranten. Er ist Mitglied der Theatergruppe TUHNIS.

Das Stück, mit dem er sich beworben hat, spielt während einer Ausgangssperre, in der sich die drei Männer, allesamt von Krieg- und Bürgerkrieg geprägt, anfangen, Geschichten zu erzählen, die sie gehört oder erfahren haben. Obwohl – oder gerade weil der Hintergrund todernst ist und von Diktatur, Krieg, Waffen geprägt ist, sind ihre Erzählungen von himmelsschreiender Absurdidät. Al-Tuwaijri’s Stück reiht sich ein in eine prominente Tradition, in der Bocaccio’s Dekameron und Goethes Erzählungen Deutscher Ausgewanderter die Vorlage bilden.

Al-Tuwaijri's Stück reiht sich ein in eine prominente Tradition, in der Bocaccio's Dekameron und Goethes Erzählungen Deutscher Ausgewanderter die Vorlage bilden.
Maxi Obexer, IN ZUKUNFT Workshop Leitung
Fragen an Musaab Sadeq Khaleel Al-Tuwaijari
 

Warum ist IN ZUKUNFT notwendig?
Eines Tages war ich mit einem Freund im Theater, um ein Theaterstück zu sehen. Wir wurden von einem Zuschauer gefragt, was wir im Theater machen. Wir fanden die Frage ein wenig überraschend, warum er uns das fragt. Später ist uns aufgefallen, dass wir die einzigen erkennbaren Migranten im Theatersaal waren. Als ich zu einem anderen Stück gegangen bin, das von jugendlichen Migranten gespielt wurde, war der Anteil deutlich höher. Wenn ein Theaterstück – wie bei IN ZUKUNFT – von Migranten geschrieben wird kommen vielleicht noch mehr.

Wie stellst du dir als Autor gesellschaftliche Einflussnahme vor?
Ein Autor kann durch seine Art Geschichten zu erzählen für einen Perspektivenwechsel sorgen. Dieser Perspektivenwechsel kann eine Bereicherung für die Gesellschaft sein.

Ist das durch Theater realisierbar?
Ja.

Warum?
Wenn der Autor es schafft die Geschichte so zu erzählen, dass der Zuschauer sich angesprochen fühlt und auf die Geschichte einlässt, kann das erfüllt werden.

Was ist deine Motivation bei IN ZUKUNFT mitzumachen?
Theaterstückeschreiben macht mir großen Spaß und ich bin froh hier viel Neues zu lernen und dabei zu sein.

Worum geht es in deinem Stück „Ausgangssperre“?
Bei meinem Stück geht es um eine Sommernacht der anderen Art. Vier Männer befinden sich auf Grund der politischen Situation in einer Ausgangsperre und erzählen sich Geschichten. Unbeeindruckt von dem, was sie in dieser Ausgangssperre erwarten könnte.

Wie sind die Workshops für dich verlaufen?
Sehr gut. Viel Wissen, was die Betreuer durch ihre jahrlange Erfahrung gesammelt haben wird an uns weitergegeben. Dazu fällt mir ein Zitat von Maxi Obexer ein, sie sagte zu mir: „Theater ist gegenwärtig“.

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Sponsoren: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, EXILE