Woyzeck

Georg Büchner
Klassiker
Inszenierung Thilo Voggenreiter >> Ausstattung Anja Hertkorn >> Dramaturgie Christian Scholze >> Regieassistenz/ Abendspielleitung Andreas Bühring >> Woyzeck Roni Merza >> Marie Julia Gutjahr >> Hauptmann u. a. Guido Thurk >> Doktor u. a. Burghard Braun >> Tambourmajor u. a. Bülent Özdil >> Andres u. a. Kristoffer Keudel >> Margret u. a. Venus Hosseini >> Großmutter u. a. Vesna Buljevic

Zum Stück

Das Leben besteht aus Bruchstücken. Marie, das Kind, der Hauptmann, der Arzt, der Tambourmajor! Er rennt seiner Not hinterher, er versucht zu verstehen, wie das Leben funktioniert. Doch das Leben hat für ihn keinen Platz. Er ist am Rand von allem, er befragt sein Dasein, er erfüllt jede Aufgabe, aber seine Aufrichtigkeit passt nicht, sein Bemühen mündet in der Demütigung. Er fällt. Er ist Woyzeck!

Die Figur des Woyzeck ist der Prototyp des erniedrigten Individuums in einer von Willkür geprägten Gesellschaft, in der jeder ohne Rücksicht auf seine Umgebung seine Ziele verfolgt. Georg Büchners „Woyzeck“ ist eines der einflussreichsten Dramen der Theaterliteratur. Es ist eines der seltenen Stücke, bei dem man den Eindruck hat, dass es, je weiter es in der Geschichte voranschreitet, immer aktueller wird.

Georg Büchner kommt am 17. Oktober 1813 in Goddelau zur Welt. Am 9. November 1831 schreibt er sich in die medizinische Fakultät der Universität Straßburg ein. Ab dieser Zeit wird er politisch aktiv. Im Juli 1834 wird der Hessische Landbote in Druck gegeben. Dies führt dazu, dass die Justiz auf ihn aufmerksam wird. Nachdem Büchner einer Vorladung des Friedberger Untersuchungsrichters nicht Folge leistet, muss er nach Straßburg fliehen.

Neben seinen politischen und schriftstellerischen Aktivitäten arbeitet Büchner auch im Bereich der Naturwissenschaften. Aufgrund seiner eingereichten Dissertation, wird ihm 1836 die Doktorwürde der Universität Zürich verliehen. Schon vor seiner Übersiedlung nach Zürich hat Büchner mit der Arbeit am Woyzeck begonnen. Am 2. Februar 1837 erkrankt er an Typhus und stirbt wenige Tage später am 19. Februar im Alter von 24 Jahren.

Spieldauer: ca. 70 Minuten, keine Pause.

 

Aufführungstermine

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