Andorra
Max Frisch. Für alle ab 13 JahrenZum Stück
Der junge Andri wächst in Andorra als vermeintlich jüdischer Adoptivsohn des Lehrers Can und dessen Familie auf. Andri liebt Barblin, die Tochter des Lehrers, ohne zu wissen, dass sie in Wahrheit seine Halbschwester ist und entschließt sich, bei Can um ihre Hand anzuhalten. Er wird abgewiesen und schreibt die Schuld seiner Identität als Jude zu. Als Andri eine Tischlerlehre beginnt, stößt er hier ebenfalls auf Vorurteile, die von seinem Meister immer wieder mit der Floskel „…wenn’s einer nicht im Blut hat“ bekräftigt werden.
Je mehr Andri mit den Vorurteilen konfrontiert wird, desto intensiver beobachtet er sich und nimmt die ihm nachgesagten Eigenschaften an sich selbst wahr. Andris leibliche Mutter kommt aus dem Nachbarland nach Andorra, um ihren Sohn zu sehen. Sie bringt den Lehrer dazu, Andris wahre Identität preiszugeben. Andri jedoch beharrt auf seiner Rolle als Jude und Sündenbock der anderen, mit der er sich inzwischen abgefunden hat.
Max Frischs „Andorra“ ist bis heute ein hochaktuelles und brisantes Stück, das das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Individuum in vielfältiger Weise überprüft und die aktuelle Problematik des Mobbings aufgreift. So geht es nicht nur um Diskriminierung, sondern auch um die Suche nach der eigenen Identität, die vorab schon durch Meinungen anderer verzerrt wird. Der Andere – das ist nicht nur der Jude, das kann jeder sein. Es ist das Fremde, das man gar nicht erst bereit ist kennen zu lernen.
Aufführungstermine
- 20.11.2012 10.00hItzehoe Theater
Theater Itzehoe
Theaterplatz
25524 Itzehoe
In Google Maps anzeigen - 26.11.2012 10.30hErding Stadthalle
Stadthalle Erding
Alois-Schießl-Platz 1
85435 Erding
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Stadthalle Erding
Alois-Schießl-Platz 1
85435 Erding
In Google Maps anzeigen - 18.01.2013 11.00hRadevormwald Bürgerhaus
Bürgerhaus Radevormwald
Schlossmacherstraße 4-5
42477 Radevormwald
In Google Maps anzeigen - 14.05.2013 12.00hCastrop-Rauxel Studio
CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
In Google Maps anzeigen - 19.06.2013 11.00hOlpe Stadthalle
Stadthalle
Pannenklöpperstr.
57462 Olpe
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
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CaRaStudio
Europaplatz
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
In Google Maps anzeigen - 29.09.2013 20.00hSchmallenberg Theater im Schulzentrum
Theater im Schulzentrum
Obringhauser Straße 38
57392 Schmallenberg
In Google Maps anzeigen - 07.11.2013 11.00hHamm Kurhaus
Kurhaus
Ostenallee 87
59071 Hamm
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Stadttheater
Tonhallenstraße 3
32423 Minden
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Stadttheater Cuxhaven
Rathausstraße 21
27472 Cuxhaven
In Google Maps anzeigen - 15.04.2014 19.30hVillach Congress Center
Congress Center Villach
Europaplatz 1
9500 Villach
In Google Maps anzeigen - 23.04.2014 17.00hCH-Langenthal Theater Langenthal
Theater Langenthal
Aarwangenstraße 8
4901 Langenthal
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
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CaRaStudio
Europaplatz
44575 Castrop-Rauxel
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Europaplatz
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Pressestimmen
„(…) Ein Ton wie auf dem Hof einer “Problemschule”, aggressiv, patzig, provokant, sehr von heute. Das macht Sinn, weil Tatjana Fernau (Regie) Max Frischs “Andorra” für das Hier und Jetzt in Szene setzt. (…) Vorstufe jeden Kesseltreibens ist die Schmähung des Anderen. Aus dumpfem Wir-Gefühl formiert sich die (Volks-)Gemeinschaft. Rassistische Klischees bilden den Nährboden der Gewalt. Und Frischs Jude ist als Metapher zu lesen. (…) Stark und sehenswert!“
Kai-Uwe Brinkmann, RUHR NACHRICHTEN
„Wie versteinert sitzen die Zuschauer nach dem lauten Knall im abgedunkelten Studio des Westfälischen Landestheaters (WLT) auf ihren Plätzen. Einige Augenblicke vergehen, bis schließlich Applaus aufbrandet. Das Publikum, es zeigte sich am Sonntag beeindruckt von der WLT-Premiere des Stückes „Andorra“, ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, das sich am Beispiel des Antisemitismus mit Ausgrenzung, Identität und Vorurteilen beschäftigt. (…) Patrick Bartsch, der erstmals am WLT auf die Bühne trat, verkörperte den Protagonisten überaus glaubwürdig, mimte den isolierten Außenseiter, der zu keiner Zeit zum Musterknaben avancierte, sondern durchaus auch schockierte.(…)“
Sabine Latterner, WAZ/WR
„(…) Zu Beginn der 75minütigen Aufführung bevölkert das ganze siebenköpfige Ensemble, darunter die beiden rundum überzeugenden WLT-Debütanten Patrick Bartsch und Markus Satler, eher lustlos die noch nackte Studio-Bühne am Europaplatz, lümmelt sich auf Sitzkissen-Stapeln herum: Pausen-Atmosphäre auf einem x-beliebigen Schulhof unserer Tage. (…) Was im übrigen alles schon bei dem erstaunlich modernen Max Frisch angelegt ist, auch die finale „Judenschau“
mit schwarz maskierten Gesichtern, die Tatjana Fernau statt wie noch bei Frisch in Ku-Klux-Klan-Manier nun als grotesk überzeichnete „Reise nach Jerusalem“ inszeniert – und wie manche andere Passage sehr sinnvoll kürzt.“
Pitt Herrmann, SONNTAGSNACHRICHTEN
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