Liegen lernen

Frank Goosen
Komödie
Inszenierung Wolfgang Hagemann >> Ausstattung Anna Kirschstein >> Dramaturgie Christian Scholze >> Regieassistenz/ Abendspielleitung Felix Sommer >> Helmut Bülent Özdil >> Britta Julia Gutjahr >> Mücke Roni Merza >> Vater Eckard Rühl >> Mutter / Jutta Vesna Buljevic >> Gisela / Tina Melanie Ziegler >> Barbara Sophie Schmidt >> Gloria / Claudia Gabriele Brüning >> Onkel Bertram / Tomasc Guido Thurk >> Ein Mann / Polizist / Wilfried André Pikart

Zum Stück

Eine Jugend im Ruhrgebiet der 80er-Jahre: Das bedeutet Pershing II, ELO, „Hart, aber herzlich“, Arbeitskreis Nicaragua, Cordhosen, Mix-Kassetten, Waldsterben, Barclay James Harvest, 25 DM-Mindestumtausch für den Tagestripp nach Ost-Berlin – und mittendrin Helmut!
Vater: Stationsvorsteher bei der Deutschen Bundesbahn, Mutter: Angestellte in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses, Onkel Bertram, der jede Gelegenheit nutzt, allen klar zu machen, wie das im Dritten Reich wirklich gelaufen ist. Und Britta, die Neue in der Klasse, die so schön ist, dass es für Helmut nur noch eine Sehnsucht gibt. Doch Britta geht nach Amerika und zieht anschließend nach München, während Helmut Geschichte studiert und von anderen Frauen geprägt wird. Jahrelang sehen sie sich nicht, bis Helmut einen Anruf bekommt: Die Mauer fällt und Britta ist in Berlin. Er lässt alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg…

Mit seinem einzigartigen Sprachwitz ist dem Bochumer Kultautor mit „Liegen lernen“ 2000 ein Zeitgeistroman der 80er und 90er Jahre gelungen, der auf raffinierte Weise die Atmosphäre zweier Jahrzehnte einfängt. 2003 wurde der Roman mit großem Erfolg verfilmt.

Frank Goosen, geb. 1966 in Bochum, wurde zunächst als Kabarettist bekannt. Seit 2000 veröffentlicht er Romane und Kurzgeschichten, u.a. „Pokorny lacht“ (2003), „Pink Moon“ (2005) und „Weil Samstag ist“ (2008). Daneben tritt er weiterhin mit seinen eigenen Programmen auf und schreibt regelmäßig Kolumnen in berühmten Fachmagazinen, wie z. B. der Stadionzeitung des VfL Bochum.

 

Hörprobe zu Liegen lernen

Pressestimmen

„Die Achtziger Jahre sind zurück – zumindest auf der Bühne des Westfälischen Landestheaters. WLT-Dramaturg Christian Scholze hat den Kultroman `Liegen lernen` (2000, verfilmt 2003) in ein Theaterstück verwandelt, Regisseur Wolfgang
Hagemann hat das Stück zur Premiere gebracht (...). Im Gespräch gleich nach dem Schlussapplaus gibt Frank Goosen, Kabarettist und überzeugter Bochumer, seiner großen Zufriedenheit Ausdruck. `Ich bin stolz darauf, dass sie es überhaupt
gemacht haben. In Bochum`, sagt er, `ist ja keiner auf die Idee gekommen.`“
WAZ/WR

„Nun ist, Anfang Dezember 2011 und naturgemäß in Anwesenheit Frank Goosens, am Castrop-Rauxeler Europaplatz statt an der Bochumer Königsallee die kluge, wenn auch nicht verlustfreie Dramatisierung Christian Scholze uraufgeführt und vom Premierenpublikum begeistert aufgenommen worden. Ein Triumph für das Westfälische Landestheater. (...) Manchmal wird übers Ziel hinausgeschossen, vieles aber exakt auf den Punkt gebracht - von der an Loriot erinnernden Bescherungszeremonie bei Helmuts oder der freakige Weihnachtsfete bei Brittas Eltern bis hin zur Realsatire der Beerdigung Onkel Bertrams. Theater ist immer live - und schlägt den Film um Längen.“
Pitt Herrmann, Sonntagsnachrichten Herne

Aufführungstermine