Beatles. Das Weiße Album

Reinhardt Friese
Musikalische Produktion mit Live-Band
Inszenierung Reinhardt Friese >> Musikalische Leitung Tankred Schleinschock >> Ausstattung Annette Mahlendorf >> Dramaturgie Christian Scholze >> Regieassistenz/ Abendspielleitung Felix Sommer >> Prudence Beatrice Reece >> Julia Sophie Schmidt >> Martha Cornelia Löhr >> Sadie Andrea Köhler >> Charlie Roni Merza >> Lippe-Saiten-Orchester >> Klavier Tankred Schleinschock >> Bass Jürgen Knautz >> Schlagzeug Rudi Marhold >> Gitarre Claus Michael Siodmok >> Gitarre Matthias Fleige >> Puppenbauer Radovan Matijek

Zum Stück

Das gleichnamige Doppelalbum der Fab Four gilt als ein Meilenstein der Musikgeschichte. Die Musik ist rätselhaft, ungeheuer komplex, vielseitig in den unterschiedlichen Stilrichtungen, dabei wunderbar zugänglich und großartig. Einige der ganz großen Hits wie z. B. das Eröffnungsstück „Back In The U.S.S.R.“, „Blackbird“, „Helter Skelter“ und „While My Guitar Gently Weeps“ sind darauf, aber auch andere, höchst ambitionierte Stücke, die live gespielt eine ganz eigene Intensität und Schönheit erlangen. Umgeben und gefüllt von zahlreichen Geschichten ist dieses legendäre Doppelalbum aus dem Spätwerk der Band auch Zeugnis und Ausdruck des Lebensgefühls des Jahres 1968.

Regisseur und Autor Reinhardt Friese: „Es ist allerdings kein Beatles-Revival und auch kein Musical im klassischen Sinne, sondern ein Liederabend, der etwas über die Zeit erzählt, in der das Album entstand.“ Die Geschichte, die Friese erzählt, konzentriert sich auf die Figur des Charles Manson. Der damalige Anführer einer Hippie-Kommune habe das „Weiße Album“ als persönliches Erweckungserlebnis wahrgenommen und seine Weltherrschaftsvisionen darin widergespiegelt gesehen. Er wurde letztlich zum Massenmörder und zu einer Figur, die prägende Einflüsse der Zeit auf sich vereinte.

Unter der musikalischen Leitung von Tankred Schleinschock erlebt der Zuschauer einen einzigartigen und ungewöhnlichen musikalischen Theaterabend. Unterstützt wird Schleinschock vom Lippe-Saiten-Orchester, mit dem er schon viele fantastische Produktionen und Shows des WLT gestaltet hat.

 

Hörprobe zu Beatles. Das Weiße Album

Pressestimmen

„[…] Unterlegt mit Songs der Fab Four erzählt Reinhardt Friese (auch Regie) vom jähen Ende der Utopien des `Summer of Love`. 1967 hatten die Blumenkinder noch das Zeitalter des Wassermanns erwartet, wenig später endeten alle Träume. Martin Luther King und Robert Kennedy erschossen, Rudi Dutschke verletzt. Und in Kalifornien mordet die Hippie-Kommune des irren LSD-Propheten Charles Manson, der auf dem `Weißen Album` versteckte Botschaften entdeckt haben will. Manson (Roni Merza) und vier seiner weiblichen Jünger bilden das Personal dieser Zeitgeist-Revue, zu der das Lippe-Saiten-Orchester unter Tankred Schleinschock die Musik liefert. Es rockt (`Back In The USSR`), es vibriert im Ska-Shuffle (`Ob-La-Di, Ob-La-Da`) und im Ragtime-Swing (`Honey Pie`), es pflegt einen satten Klang, exzellent abgenommen und ausgesteuert. (…) Das ist gehaltvoll, das hat Tiefgang und musikalische Klasse, weil auch die Gesangsleistung ansprechend ist. Kompliment an alle. […]“
Kai-Uwe Brinkmann, RUHR NACHRICHTEN

„[…] Es macht Freude zuzuhören, zumal auch die Darsteller gesanglich glänzen. Ins Besondere Beatrice Reece, die an diesemlauen Theaterabend die `Prudence` mimt, überzeugt stimmlich. Energisch singt sie, lebendig, und sie hält die Töne so unfassbar lange. Atemberaubend. Auch Sophie Schmidt, Cornelia Löhr, Andrea Köhler und ein grandioser Roni Merza legen sehr viel Kraft und Ausdruck in ihre Stimmen. Immer wieder applaudiert das Publikum, verfolgt enthusiastisch das Geschehen auf der Bühne, das zuweilen durchaus auch verstörend wirkt, steht im Mittelpunkt doch Sektenführer Charles Manson, erschreckend authentisch dargestellt von Roni Merza. Wie ein Getriebener, unter Drogen stehender Junkie schaut er mit verrücktem Blick auf seine Götzen, die Beatles, als `Revolution No. 9` die Ohren betäubt. Jene experimentelle Klangcollage, deren dissonante Endlosschleife die Brutalität des Jahres 1968 unterstreichen. […]“
Sabine Latterner, WAZ/WR

„[…] In zwei ausverkauften Shows begeisterte das Westfälische Landestheater mit „Beatles. Das Weiße Album“. […] Regisseur Reinhard Friese hat […] ein starkes Ensemble auf der Bühne versammelt. Die fünf Schauspieler, die Musiker und der Regisseur verdienten den Szenenapplaus und den nicht enden wollenden Schlussbeifall. […]“
SIEGENER ZEITUNG

„[…] Was jetzt beginnt, ist ein Fest für Beatles-Fans. Und wenn sie die Zuschauer sich dann auch noch als Beatles-Fans outeten, dass war sicherlich ihre Begeisterung für diese Aufführung authentisch. Kein Wunder also, dass es zum Schluss im halb vollen Saal Standing Ovations bei den „Spät 68ern“ für die Darsteller und Musiker gab. […] Die Begeisterung galt nicht nur der exzellenten Präsentation der Songs […] durch das Lippe-Saiten-Orchester. Auch die Darsteller […] überzeugten in Gesang und Aktion. […] Grandios gemacht. […]“
Bernd Geisler, REMSCHEIDER STADTPOST

Aufführungstermine