Die Dreigroschenoper

Bertolt Brecht, Kurt Weill
Musikalische Produktion mit Live-Band

Zum Stück

Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht nach John Gays “The Beggar’s Opera”, übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann. Musik von Kurt Weill.

Eine Metropole außerhalb der Zeit. Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren, Jonathan Peachum organisiert seine Geschäfte – der Bandit Mackie Messer feiert. Seine Hochzeit, seine Erfolge, seinen Untergang am Rande und inmitten der pulsierenden Großstadt. Sein Leben – ein Fest.

Als Mackie Polly, die blutjunge Tochter Peachums, heiraten will, führt dies zu heftigen Wutausbrüchen, nicht nur bei Jonathan Peachum, der sofort seine Kontakte spielen lässt, um Mackie ins Gefängnis bringen zu können, sondern vor allem auch bei den zahlreichen Geliebten des Königs der Diebe. Während sich der Krönungstag der Königin nähert, wird Mackie so lange von allen Vertrauten verraten bis er sich unter dem Galgen wiederfindet und mit dem Leben abschließen muss. Doch manchmal, wenigstens auf dem Theater, hält das Leben ein Wunder bereit…

Eingebettet in die zeitlose Musik von Kurt Weill mit den Klassikern „Die Moritat von Mackie Messer“, „Die Seeräuberjenny“ und dem „Kanonensong“, findet die berühmteste Oper des 20. Jahrhunderts den Weg zurück auf die Bretter des Westfälischen Landestheaters.

Bertolt Brecht (1898 – 1956) ist einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine zahlreichen Stücke, Gedichte, Romane, Briefe und Essays werden immer wieder auf den Theaterbühnen weltweit gezeigt. Sein Verständnis vom Theater und die radikale Hinwendung zum Epischen sind prägend für die grundsätzliche Wahrnehmung von Theater bis in die heutige Zeit.

 

Pressestimmen

„[…] Das im musikdramatischen Fach ungemein starke Westfälische Landestheater, das mit der Dreigroschenoper sehr erfolgreich war, bringt Brecht und Weill am 18. März 2013 nach Recklinghausen.[…]“
WAZ/WR

„[…] Dafür regiert die Heiterkeit der Burlesken. Der Mond über Soho, das sind weiße Luftballons in großen Kisten, drei die Bühne von Kathrin Schlecht dominieren, Knast, Puff, und Räuberhöhle abgeben. Ein Zwinkern liegt auch in Lea Tenbrocks Kostümen: Die Bettler sind Punkrocker, ihr Boss (gut: Markus Rührer als Peachum) sieht aus wie ein Bandido. Guido Thurk, eben noch hanseatisch schnackender Schläger, verwandelt sich in die Drag-Queen vom Hurenhaus, lustig anzusehen. […] Die Musik ist beim Lippe-Saiten-Orchester unter Tankred Schleinschock in guten Händen. Schräge Swing-Couplets mit Jazz-, Tango-, Polka-Ausflügen. […] Viel Beifall. […]“
Kai-Uwe Brinkmann, RUHR NACHRICHTEN

Aufführungstermine