Party für eine Leiche

Patrick Hamilton
Krimi

Zum Stück

Ein Zimmer im ersten Stock eines herrschaftlichen Hauses in London. Ein Klavier, ein Buffet. Ein Tisch mit einer Lampe, ein Sessel, eine Uhr, an den Fenstern rote Vorhänge, eine große Truhe. Es ist 20.40 Uhr, draußen regnet es. Dunkel. Völlige Stille. Plötzlich fällt der Deckel der Truhe mit einem lauten Knall zu. Ein Streichholz wird entzündet. Die Leiche von Ronald Kentley, Sohn und Erbe von Sir Johnstone Kentley, ist verstaut. Seine Studienfreunde Granillo und Brandon haben ihr Werk vollendet. Kein Motiv, keine Fehler – der perfekte Mord. Gleich kommen die Gäste.

Basierend auf diesem Stück drehte Alfred Hitchcock 1948 seinen legendären Film „Cocktail für eine Leiche“ mit James Stewart. Durch die Einheit von Ort und Zeit gelingt sowohl dem Film, vor allem aber auch dem Stück, ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik. Mit einfachsten Mittel entsteht Suspense in einer Intensität, die für das gesamte Genre Maßstäbe setzt.

Patrick Hamilton (1904 – 1962) war ein englischer Schriftsteller, der insbesondere in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts durch seine Romane einen hohen Bekanntheitsgrad besaß. Die sehr authentischen Beschreibungen der dunklen Seiten Londons regten die Fantasie des Publikums an und bescherten dem Autor große schriftstellerische Erfolge. Sein erfolgreichster Roman „Hangover Square“ erschien 1941. Weltberühmt wurde Hamilton durch seine Theaterstücke „Gaslight“ und „Rope“, die beide ebenfalls verfilmt wurden.

 

Pressestimmen

„[…] Emotionsgeladen und mitreißend gespielt, nachdenklich stimmend und philosophisch anmutend ist dem WLT mit „Party für eine Leiche“ ein weiterer Clou gelungen. Die Unwissenheit der Partygäste, Charles‘ Paranoia und Davids Lust am Risiko, der Verdacht Ruperts – ein grandioses Zusammenspiel und 90 Minuten Theatergenuss.“
Laura Konieczny, WAZ/WR

„[…] Die Inszenierung von Markus Kopf, Samstag am Westfälischen Landestheater (WLT) in Castrop-Rauxel gespielt, hält eine feine Balance zwischen Spannung und Charakterschau. […] 90 Minuten intelligenter, zugkräftiger Unterhaltung. In einem Bühnenbild (Jeremias Vondrlik), das durch Zweckmäßigkeit besticht und kein überflüssiges Detail kennt.“
Kai-Uwe Brinkmann, RUHR NACHRICHTEN

„[…] Ob Komödie („Arsen und Spitzenhäubchen“), Klassiker („Der Zinker“) oder Uraufführung („Die schöne Diva von Saint-Jacques“), Spuk („Die Frau in Schwarz“) oder Dorfgeschichts-Horror („Tannöd“) - das Krimi-Genre ist für die Castrop-Rauxeler Wanderbühne zum Markenzeichen geworden, was selbstredend auch für eine tolle Auslastungsquote sorgt. „Party für eine Leiche“ nimmt im Schlußdrittel der neunzig […] Aufführungsminuten mächtig an Fahrt auf – und dass sich Guido Thurks Elfenbeinturm-Intellektueller Cadell selbst als der größte Zyniker erweist, ist pointiert herausgespielt. […]“
Pitt Herrmann, SONNTAGSNACHRICHTEN

„[…] Irritierend, bewusst anstößig und mit einem gehörigen Schuss schwarzen britischen Humor kommt das Theaterstück „Party für eine Leiche“ daher. […] Der Satz „Dafür werdet ihr lebenslänglich büßen“, beendet schließlich einen von Anfang bis Ende spannungsgeladenen Krimitheaterabend.“
Gabriele Grund, WESTFALEN BLATT

„[…] Auf der Aulabühne sorgte ein engagiert aufspielendes achtköpfiges Ensemble des WLT 90 Minuten ohne Pause für Spannung und Dramatik. […] Ein gelungener Auftakt […]“.
Rita Sprick, HALLER KREISBLATT

Aufführungstermine