Tschick

Robert Koall, nach Wolfgang Herrndorf. Für alle ab 12 Jahren
Jugendstück
Inszenierung Katrin Herchenröther >> Ausstattung Anja Müller >> Dramaturgie Sabrina Ullrich >> Theaterpädagogik Sabine Eschen >> Regieassistenz Svenja Marija Topler >> Abendspielleitung Jolanda Uhlig >> Tschick Maximilian von Ulardt >> Maik Philip Butz >> Isa Svenja Marija Topler

Zum Stück (Material zum Download vorhanden)

Letzter Schultag vor den großen Ferien, zwei Achtklässler, ein klappriges, geknacktes Auto und eine Reise ohne Karte und Kompass. Maik Klingenberg wird die Sommerferien wohl wieder alleine am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf, der neue Mitschüler Andrej Tschichatschow, ein Musterbeispiel der Integration. Er ist unterwegs auf dem Weg in die Walachei, um seine Familie zu besuchen. Schon bald fahren die beiden Jungs einfach los, durch Orte irgendwo im Nirgendwo, bevölkert von seltsamen Menschen, wie den Risi-Pisi essenden Friedmanns oder der verdreckten Isa. Eine Heldenreise durch die sommerliche deutsche Provinz, mit dem Wind im Rücken und dem Geruch von Abenteuer in der Nase. Ein literarisches Roadmovie über eine ungewöhnlich Freundschaft, die erste Liebe und grenzenlose Freiheit eines Sommers; voll Wehmut, weil er nicht ewig dauern kann.

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die “Titanic” gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman “In Plüschgewittern”. Im Jahr 2008 wurde er für “Diesseits des Van-Allen-Gürtels” mit dem Deutschen Erzählerpreis ausgezeichnet. “Es geht also doch: “Man kann auf Deutsch intelligente und zugleich extrem lustige Geschichten schreiben”, schrieb dazu Ijoma Mangold in der Süddeutschen Zeitung. 2011 erhielt er für “Tschick” den Clemens Brentano Förderpreis der Stadt Heidelberg sowie den Deutschen Jugendbuchpreis, 2012 wurde er mit dem Hans-Fallada-Preis ausgezeichnet. Seit zwei Jahren steht der Roman “Tschick” auf den Bestsellerlisten und vor allem auf den Nachttischen der Jugend.
“Tschick” war 2014 das meistgespielte Stück auf deutschen Theaterbühnen.

Tschick 1 (Foto: Volker Beushausen)Tschick 2 (Foto: Volker Beushausen)Tschick 3 (Foto: Volker Beushausen)Tschick 4 (Foto: Volker Beushausen)Tschick 5 (Foto: Volker Beushausen)Tschick - Nachgespräch (Volker Beushausen) 
Tschick - Plakatmotiv (Web)

Aufführungstermine

Pressestimmen

„[…] Maik und Tschick erfüllen sich den Teenagertraum von Freiheit und Abenteuer. Im geklauten Lada irren sie durch die Gegend und treffen schrullige, aber nette Typen. Steffen Weixler gibt wunderbar den lässigen Russlandeutschen Tschick mit entsprechendem Akzent und Daniel Printz glänzt als schüchterner Maik aus wohlhabend-derangiertem Elternhaus. Die Jugendlichen nimmt man diesen Schauspielern ab – vor allem durch Herrndorfs Sprache. […]
Viel Applaus für das spielfreudige Trio und einen weniger abgedreht als in Essen inszenierten Roadtrip, der von der ersten Liebe und vor allem der Freundschaft erzählt. […]“
Ruhr Nachrichten, Britta Helmbold

„[…] Maik (sympathischer Sonnyboy trotz Loser-Image: Daniel Printz), Tschick (schlitzohriger Überlebenskünstler: Steffen Weixler) und Isa (wird mit direktem Spiel und enormer Bühnenpräsenz zur gleichgewichtigen Partnerin: Julia Panzilius) lassen das Erlebte noch einmal Revue passieren – und fallen dabei fast unmerklich und immer wieder augenzwinkernd aus ihren Rollen. Was der gut neunzigminütigen Aufführung einen zusätzlichen Kick gibt, welcher in geradezu kongenialer Weise mit der so schwebend-leicht daherkommenden Selbstironie des Autors Wolfgang Herrndorf korrespondiert. Katrin Herchenröther kann mit dem Pfund dreier großartiger Komödianten, begnadeter Sprach-Akrobaten und Slapstick-Artisten (die finale Unfall-Szene ist der reine Wahnsinn) wuchern, die mit „Tschick“ ihre Abschiedsvorstellung am WLT geben. […] Freuen wir uns also noch einmal über famose szenische und mimische Miniaturen (Daniel Printz als verzagt-gehemmter Erzähler und furchtsamer Beifahrer), furiose Rollenwechsel (Steffen Weixler behält sein Russen-Idiom bei, auch wenn er hinter der Plastikplane Maiks Vater gibt, Daniel Printz als Horst Fricke), famose Einfälle (Tschick sprüht die Namenskürzel aller auf den Vorhang statt sie in Holz zu schnitzen) und auf die Spitze getriebene Situationskomik. […] Allein die wahnwitzige Benzinschlauch-Nummer ist das Eintrittsgeld wert. In der Julia Panzilius wie bei allen ihren vergleichsweise häufigen, wenn auch zumeist nur Kurz-Auftritten unterstreicht, dass sie ihre Rolle(n) aus der einer Ergänzungs-Spielerin befreien will. Überhaupt spielt sich das Trio ständig die Bälle zu, was schon beinahe choreographisch genannt werden kann. […]“
Sonntagsnachrichten Herne, Pitt Herrmann

„[…] Chapeau vor der Innovationsfreudigkeit und schöpferischen Tatkraft des Westfälischen Landestheaters. […]“
Mindener Tagenlatt, Ralf Kapries

„[…] Wer Tschick kennt, hat keine Langeweile. Das gilt sowohl für das gleichnamige Buch als auch für das danach geschriebene Bühnenstück von Robert Koall. Das gilt auch für den Protagonisten Maik Klingenberg, der seinen Klassenkameraden Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, erst während der Ferien so richtig kennenlernt. Erst recht galt das für die anwesenden Schüler wie für die Erwachsenen, die die quicklebendige Inszenierung Katrin Herchenröthers für das Westfälische Landestheater Castrop Rauxel im Neuen Theater Espelkamp erlebten. […]
Mit Nils Daub gewinnt Maik an diesem Abend sehr lebendig Gestalt. Oft im ulkigen Wechsel mit den Handlungen Tschicks erzählt und spielt er abwechselnd das Erlebte. Beide agieren dabei herrlich locker und intensiv. […]“
Neue Westfälische, Ralf Kapries

„[…] Im Kino heißt so etwas Road Movie. Da begibt sich jemand auf eine Reise und der Weg wird zum Ziel. Im Theater ist so etwas eher selten zu sehen. Robert Koalls Theaterstück „Tschick“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf ist da eine Ausnahme, eine glückliche dazu. […]
Ein Glücksfall für die Aufführung des Westfälischen Landestheaters waren die drei jungen Schauspieler Nils Daub, Maximilian von Ulardt und Svenja Marija Topler, die in ihren Rollen fast schon beängstigend authentisch waren – vor allem „Tschick“ Maximilian von Ulardt. Mit ihnen steht und fällt das Stück. […]“
Neue Westfälische, Cornelia Müller

„[…] Die rund 600 Jugendlichen Gäste bekamen richtig gutes Theater zu sehen, vor allem, weil Regisseurin Herchenröther das tut, was gute Regisseure eben tun: Sie lassen ihre Truppe spielen, erzählen mit viel Tempo und verzichten auf unnötige Längen und Schnickschnack. […]
Viel besser als Herchenröther und die Ihren das tun, kann man die Geschichte eigentlich nicht erzählen. […]
Spielfreude, ein gelungenes Ausstattungskonzept und eine knackige Dramaturgie – Theaterherz, was willst Du mehr? […]“
Wetzlarer Neue Zeitung, Gert Heiland

GÄSTEBUCHEINTRÄGE

Ein wunderschöner Theaterabend! Ihr habt eine sehr schöne und sehr poetische Geschichte sehr überzeugend auf die Bühne gebracht!

Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen jungen Schauspielern in Tschick! Ihr werdet noch „ganz groß“!