Nora oder Ein Puppenheim

Henrik Ibsen
Inszenierung Markus Kopf >> Ausstattung Manfred Kaderk >> Dramaturgie Christian Scholze >> Regieassistenz / Abendspielleitung Mike Kühne >> Advokat Helmer Maximilian von Ulardt >> Nora, seine Frau Pia Seiferth >> Doktor Rank Bülent Özdil >> Frau Linde Vesna Buljevic >> Rechtsanwalt Krogstad Guido Thurk

Zum Stück (Material zum Download vorhanden)

Nora führt ein Leben, wie es sich eine Frau nur wünschen kann. Ein erfolgreicher, pflichtbewusster Mann, ein schönes Haus, drei Kinder. Sie könnte glücklicher nicht sein. Da ihr Ehemann Torvald zum Bankdirektor befördert werden soll, ist für Nora die Zeit gekommen, sich ihre Träume zu erfüllen. Torvald belächelt sein „kleines Vögelchen“, warnt gleichermaßen belustigt wie streng, dass er sein neues Gehalt erst in ein paar Monaten bekommt und noch etwas Geduld nötig ist.

Hinter der glücklichen Fassade bröckelt es. Als Torvald seine erste Anstellung bekam, arbeitete er so hart, dass er erkrankte und die Familie für ein Jahr in den Süden reisen musste, um sein Leben zu retten. Torvald glaubt, dass Noras Vater die Reise bezahlte. Doch der war damals schon todkrank, so dass Nora einen Kredit bei dem befreundeten Rechtsanwalt Krogstad aufnehmen musste. Dafür gebürgt hat Noras Vater, dessen Unterschrift Nora fälschte. Nora ist sich keines Unrechts bewusst, für sie ging es nur darum, das Leben ihres Mannes zu retten. Als Torvald jetzt von der Fälschung erfährt, löst dies eine schwere Ehekrise aus, in der Nora sich als selbständige und unabhängige Person behaupten muss.

Für Ibsen, der der Überzeugung war, dass jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben führen müsse, war die Emanzipation der Frau ein zentrales Thema. Sein Klassiker aus dem Jahr 1879 ist eines der wichtigsten Stücke der europäischen Theatergeschichte.

Henrik Ibsen (1828 – 1906) schrieb seine wichtigsten Bühnenwerke im Exil. Im Gefühl, von seinen norwegischen Landsleuten verkannt und angefeindet zu sein, verbrachte er von 1864 an 27 Jahre im Ausland. Mit jedem seiner Werke gelingt Ibsen die zeitlose Darstellung der Auseinandersetzung des Individuums mit seinen gesellschaftlichen Umständen.

Nora oder Ein Puppenheim_1_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_2_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_3_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_4_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_5_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_6_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_7_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_8_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_9_Volker BeushausenNora oder Ein Puppenheim_10_Volker Beushausen 
Plakat_Nora oder ein Puppenheim_Web

Aktuelle Termine

  • 02.10.2017 20.00hRecklinghausen RuhrfestspielhausInfo IconRuhrfestspielhaus
    Otto-Burmeister-Allee 1
    45657 Recklinghausen

    In Google Maps anzeigen
  • 29.11.2017 9.00hCastrop-Rauxel StudioInfo IconCaRaStudio
    Europaplatz
    44575 Castrop-Rauxel

    In Google Maps anzeigen
  • 29.11.2017 13.30hCastrop-Rauxel StudioInfo IconCaRaStudio
    Europaplatz
    44575 Castrop-Rauxel

    In Google Maps anzeigen
  • 01.03.2018 20.00hHürth BürgerhausInfo IconBürgerhaus Hürth Kultur- und Tagungszentrum der Stadt Hürth
    Friedrich-Ebert-Straße 40
    50354 Hürth

    In Google Maps anzeigen

Bisherige Aufführungen

Pressestimmen

„Ein Stoff von ungebrochener Aktualität – Ibsens „Nora“ im Westfälischen Landestheater. […]
Das Westfälische Landestheater (WLT) zeigt Henrik Ibsens skandalöses Erfolgsstück „Nora“ energiegeladen, laut, sportiv – und kommt dem Kern der Sache auf diese Weise erstaunlich nahe. […] Der Konzentration auf das Geschehen tut dieser uneitle Inszenierungsstil gut. Weil er überdies Zeit spart, trägt er sicherlich auch dazu bei, das Stück in gerade einmal zwei Stunden (plus eine Pause) mit großer Konzentration und Vollständigkeit auf die Bühne des Studios stellen zu können. […]Guido Thurk schließlich raunt sich als verzweifelt-verschlagener Rechtsanwalt Krogstad durch das Geschehen, und sie alle tragen mit streckenweise bewunderungswürdigem Körpereinsatz zum Gelingen dieser Inszenierung bei. Das Publikum applaudierte beigeistert.“
Westfälischer Anzeiger, Rolf Pfeiffer

„[…] Knopf deutet Ibsens modernen Klassiker nicht unter Emanzipations- oder Feminismus-Aspekten, sondern als Zeit-enthobenes Beziehungsdrama über Dominanz, Liebe, Vertrauen, Enttäuschungen, Selbstbetrug. Manfred Kaderks kluge Ausstattung – eine bis auf einen Christbaum und ein paar Geschenkpakete kahle Parkett-Schräge, die sich hin und wieder für Zugangsschneisen öffnet – stützt diesen Ansatz.
In diesem weitgehend leeren Raum die Geschichte allein im Spiel und ohne Rückendeckung durch hilfreiche Requisiten erzählen zu müssen ist eine Herausforderung, der sich das Ensemble überzeugend stellt. […].“
Westfälische Rundschau, Wolfgang Platzeck

„[…] Stimmig, die Bühnenmetapher von Manfred Kaderk: eine Welt in Schieflage, doppelbödig, mit Falltüren gespickt. […].“
Ruhr-Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann