Tigermilch

Stefanie de Velasco, bearbeitet für das Theater von Sabrina Ullrich. Für alle ab 15 Jahren
Jugendstück
Inszenierung Ralf Ebeling >> Ausstattung Jeremias Vondrlik >> Dramaturgie Sabrina Ullrich >> Theaterpädagogik Katrin Kleine-Onnebrink >> Regieassistenz / Abendspielleitung Jolanda Uhlig >> Nini Ina-Lene Dinse >> Jameelah / Jasna Johanna Pollet >> Amir / Freier Martin Geisen >> Nico / Jasna / Freier Banar Fadil

Zum Stück (Material zum Download vorhanden)

Nini und Jameelah sind beste Freundinnen und eigentlich unzertrennlich. Sie machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Jameelah droht nun allerdings die Abschiebung in den Irak. Höchste Zeit erwachsen zu werden und den Sommer unvergesslich zu machen. Sie streifen mit ihrer selbstgebrauten Tigermilch aus etwas Milch, Mariacron und Maracujasaft durch den Sommer, der ihr letzter gemeinsamer sein könnte. Mit ihren Ringelstrümpfen und bunten Kondomen steuern sie auf das Projekt Entjungferung zu, geeignete Partner stehen schon bereit. Nini ist in den Graffitisprayer Nico verknallt und Jameelah hat ein Auge auf den Bücherwurm Lukas geworfen. Die beiden Mädchen halten sich für unverwundbar, solange sie zusammen sind. Doch als sie ungewollt Zeuginnen eines Ehrenmordes werden, droht alles zu zerbrechen.

„Stefanie de Velasco [erzählt] in einem so schnellen und toughen und weisen Tonfall, wie es ihn zuletzt in Wolfgang Herrndorfs Tschick zu lesen gab.“, kulturspiegel, heft 9 / 2013

Stefanie de Velasco wurde 1978 in Oberhausen geboren und studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft in Bonn, Berlin und Warschau. 2011 erhielt sie für den Anfang ihres Debütromans „Tigermilch“ den Literaturpreis Prenzlauer Berg. 2014 war „Tigermilch“ für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

gefördert durch das
Kultursekretariat NRW Gütersloh
für die Spielzeit 2016/2017

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Aktuelle Termine

Bisherige Aufführungen

Pressestimmen

„[…]Erneut zeigt das Westfälische Landestheater aus Castrop-Rauxel, dass
mit seinen Stücken gleichermaßen nah an der gesellschaftlichen Wirklichkeit
und an den Lebenswelten Jugendlicher sein kann. Diesmal bringt Regisseur Ralf Ebeling eine packende Fassung von Stefanie de Velascos Jugendroman “Tigermilch” auf die Bühne. […]
Das Stück wagt einen 70-minütigen Blick auf Kindheiten in Deutschland, in dem Freundschaft nicht reicht um gemeinsam leben zu können, und zeigt, dass Jugendtheater mindestens ebenso relevant sein kann wie ein Klassiker.“
Neue Westfälische, Ralf Bittner

„[…] Bei Stücken für Jugendliche hat das Westfälische Landestheater ein gutes Händchen. “Zugekifft”, “4YourEyesOnly”, “Stones” und “Tschick” sind dicht dran am Lebensgefühl von Teenagern und den Beben, die man durchmacht, wenn man 14, 15, 16 Jahre alt ist. Am Sonntag feierte Stefanie de Velascos “Tigermilch” Premiere auf der Studiobühne in Castrop-Rauxel – noch ein Stück und eine Inszenierung (Ralf Ebeling), die mit beiden Beinen im Leben stehen. […]
Und wieder lässt sich die Generaltugend des Reisetheaters WLT beobachten – mit wenigen Requisiten der Fantasie einen Raum zu öffnen. […]
“Tigermilch” moralisiert nicht, es fängt die Realität ein, liefert Denkanstöße. In authentischer Sprache und einer Inszenierung, die auf den Punkt kommt. Großartig das Spiel von Ina-Lene Dinse und Johanna Pollet. […].“
Ruhr-Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann

„[…] Die intelligente WLT-Dramatisierung fokussiert ganz auf die Coming-of-Age-Geschichte zweier unzertrennlicher und dabei doch so grundverschiedener Vierzehnjähriger. […]
ein bestens aufgelegtes vierköpfiges Ensemble überzeugt in insgesamt acht Rollen.
[…] wie es Ralf Ebeling überhaupt gelungen ist, mit großer Delikatesse und herzhaftem Humor für alle noch so heiklen Motive des Romans entsprechende theatralische Bilder zu finden – und das mit einfachsten Mitteln […]..“
Herner-Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann
„[…]Erneut zeigt das Westfälische Landestheater aus Castrop-Rauxel, dass
mit seinen Stücken gleichermaßen nah an der gesellschaftlichen Wirklichkeit
und an den Lebenswelten Jugendlicher sein kann. Diesmal bringt Regisseur Ralf Ebeling eine packende Fassung von Stefanie de Velascos Jugendroman “Tigermilch” auf die Bühne. […]
Das Stück wagt einen 70-minütigen Blick auf Kindheiten in Deutschland, in dem Freundschaft nicht reicht um gemeinsam leben zu können, und zeigt, dass Jugendtheater mindestens ebenso relevant sein kann wie ein Klassiker.“
Neue Westfälische, Ralf Bittner

„[…] In Ralf Ebelings Inszenierung liegt nur ein kleiner Schritt zwischen der Kindheit und ihrem Verlust. Aber seine beiden Heldinnen können diesen Schritt in beide Richtungen machen. […]
Genau dieses Wechselspiel ist in Ebelings Interpretation von Stefanie de Velascos Roman das große Privileg der Kindheit und Jugend. Aber wie alle Privilegien kann es nicht von Dauer sein.[…].“
Kulturkenner.de, Sascha Westphal