„Treffpunkt Töne und Theater“ geht weiter

Nach einem erfolgreichen ersten Projektjahr von „Töne und Theater“ ist der WLT -Begegnungsworkshop für Kinder mit und ohne Fluchthintergrund in eine zweite Runde gestartet. 35 Kinder aus dem fünften Jahrgang der Sekundarschule Süd trafen sich heute im Theaterraum des Projekts in der Schule, um sich in die beiden Gruppen „Theater“ und „Musik“ aufzuteilen, sich kennenzulernen und Spaß miteinander zu haben. Neu ist dabei nicht nur der Name des Projekts.

„Neben der Namensänderung von ‚Töne und Theater’ in ‚Treffpunkt Töne und Theater’ gibt es in diesem Jahr ein konzentriertes Arbeiten in den jeweiligen Gruppen. In diesem Jahr wollen wir, dass die Kinder sich zwischen Musik und Theater entscheiden,“ erklärt Theaterpädagogin Clara Nielebock, die die Theatergruppe leiten wird. Neben der festen Einteilung in zwei Gruppen gibt es einen neuen Proberaum für die Theatergruppe, den das WLT mit perfekten Theaterbedingungen wie einem Vorhang und Lichttechnik ausgestattet hat.

Großes Interesse an einer Teilnahme

WLT-Theaterpädagogin Laura Albrecht hat die Projektleitung von ihrer Vorgängerin Jula Bruckbauer übernommen. Sie freut sich über die bunt gemischte Gruppe der Teilnehmer: „Die ersten 35 Anmeldungen haben die Plätze bekommen, obwohl das Interesse noch größer war. So kommt es, dass wir sowohl Teilnehmer vom letzten Jahr dabei haben, als auch ganz neue. Außerdem haben wir eine schöne Mischung von Kindern mit und ohne Fluchthintergrund.“ Die künstlerische Arbeit übernehmen wie im letzten Jahr Theaterpädagogin Clara Nielebock und die Musiker André Georg und Marcus Seiler.
„Alle gemeinsam haben wir Spaß / wir trommeln und singen/ und geben Gas,“ singt die Gruppe nach einigen Aufwärmübungen bald gemeinsam. „Nun haben wir unser erstes Lied und gleichzeitig unsere Hymne für den Kurs gefunden,“ verkündet Musiker André George, der zusammen mit Marcus Seiler die Musikgruppe leiten wird.

Die 35 Kinder von „Treffpunkt Töne und Theater“ haben zum Start des Projekts sichtlich Freude, so wie Leon (11): „Ich finde es cool, dass man hier Spaß haben kann und dass es so was gibt. Und das es am Ende eine Aufführung gibt, das finde ich auch toll.“
Jeden Dienstag treffen sich die Musik- und die Theatergruppe nun getrennt von einander, um ihre Aufführung zu erarbeiten. Vier gemeinsame Termine zum Austausch der Gruppen wird es geben. Das Projekt endet am 8. März mit einer großen, gemeinsamen Abschlusspräsentation.

Über den Workshop
In diesem Workshop stehen Begegnungen von geflüchteten Kindern mit gleichaltrigen Kindern aus der Mehrheitsgesellschaft im Mittelpunkt. Ziel ist es, spielerisch und mit Spaß miteinander in Kommunikation zu treten, daher sind deutsche Sprachkenntnisse nicht unbedingt erforderlich. Die Teilnehmer des Workshops kommen miteinander in Kontakt und kommunizieren auf kreative Weise und auf unterschiedlichen Ebenen miteinander. Kreativität rund ums Theater und das Musizieren stehen dabei im Mittelpunkt. Als Abschluss werden die beiden Ebenen, Theaterspiel und Musik in einer Abschlussperformance zusammengeführt.
Kooperationspartner sind der Caritasverband Castrop-Rauxel und das Haus für Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit Schulen aus Castrop-Rauxel. Das Projekt wird gefördert durch „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen gibt es hier