WLT-Schüler-Workshop feiert „Zwischentöne“

Gestern feierten die Teilnehmer von “Töne &Theater” die Halbzeit ihres Workshops mit einer Performance zum Thema “Freundschaft” in der Aula der Sekundarschule Süd.

Seit 6 Wochen haben sich 35 SchülerInnen jeden Dienstag getroffen und Songs und Theaterszenen zum Thema Freundschaft erarbeitet.
Angeleitet werden sie von den Musikern André George und Marcus Seiler und der Theaterpädagogin Clara Nielebock.
Die jungen KünstlerInnen gehen alle zur Sekundarschule Süd und sind zur Hälfte Schüler der DAZ (Deutsch-als-Zweitsprache)-Klassen für
Kinder mit Flüchlingshintergrund, zur anderen Schüler aus dem Kurs “Darstellen und Gestalten” der 7. Klasse.
Gefördert wird das Projekt durch das Programm “Kultur macht stark” vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und organisiert
vom WLT.
Angelina, 13 , kämpft mit ihrem Lampenfieber, ihr Urteil über den Workshop : „Am meisten gefällt mir, dass ich Schlagzeug spielen darf. Ich habe so viel Spaß an der Musik, ich möchte gar nicht mehr aufhören.“
Auch Hamse, 12, ist begeistert: „Am meisten macht mir das Singen Spaß, das habe ich vorher noch nicht gemacht.“ In seinem bewegenden, selbst geschriebenen kurdischen Lied, in dem er traditionelle kurdische Melodien mit Rap verbindet, geht es um seine Mutter. Eine andere Musik-Gruppe hat den Song „Zombie“ von den Cranberries ausgewählt. Der Grund: Es ist ein Lied gegen den Krieg.

Eine erfolreiche Präsentation aus spannenden Spielszenen mit viel Emotion und mitreißenden Rhythmen feierten Akteure und Publikum am gestrigen Nachmittag.

Neben dem Spaß, den die Kinder gemeinsam haben, verbessern sie spielerisch und ohne Druck ihre deutsche Sprachkenntnisse. Im zweiten Teil des Workshops werden nun die Gruppen getauscht, aus Musikern werden Theaterspieler und umgekehrt. Die große Abschlusspräsentation des Workshops wird am 14. Juni im WLT-Studio stattfinden. Bis dahin bleiben noch sechs Wochen, um die neue Performance einzustudieren. Für Theaterpädagogin Clara Nielebock steht jetzt schon fest: „Egal ob Flüchtling oder Castroper, sie sind nun eine Gruppe und als solche zusammengewachsen.“

Mehr über “Töne und Theater” gibt es hier.