Diese Email sieht fehlerhaft aus? Sehen Sie sich die Online-Version im Browser an

Westfälisches Landestheater - Newsletter Oktober 2019 Freitag, 15. November 2019

Liebe Freund*innen des WLT,

die Spielzeit 2019/20 ist noch jung und trotzdem durften wir bereits die Premieren drei neuer Inszenierungen feiern. Mit “Blackout” haben die Regisseure Thomas Tiberius Meikl und Maximilian von Ulardt einen absoluten Bestseller auf die Bühne gebracht. Marc Elsbergs Roman, der 2012 zum Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet wurde, zeigt die dramatischen Konsequenzen eines Stromausfalls in Europa.

„[…] Die von Thomas Tiberius Meikl und Maximilian von Ulardt erarbeitete Inszenierung, deren eindrucksvolle Bühnenausstattung aus Aluminium-Gerüsten dem Ensemble auch physische Fitness abverlangt, ist fantasievoll, rasant, ungemein spannend, vor allem aber geradezu beklemmend.
Apokalyptische Zustände drohen. Die Erkenntnis, in welchen Abhängigkeiten und Anfälligkeiten unser Alltag funktioniert, ist einfach nur beängstigend. […].“
WAZ, Wolfgang Platzeck

“The Spaceman” und “Der Zauberer von Oz” waren unsere Premieren im Kinder- und Jugendtheater. “The Spaceman” (Regie: Felix Sommer) erzählt die rasante Weltraumfahrt von Bud und ist ab sofort als deutsch-englisches Stück für alle ab 10 Jahren in den Klassenzimmern der Region zu Gast.

“[….] Der zwar geniale, aber auch reichlich durchgeknallte Professor Blastow (sein erstes Solo: ein schier umwerfender Emil Schwarz) erklärt dem gebannten Auditorium in der sicherlich witzigsten Physikstunde der gesamten Schulzeit mit Hilfe der großen Wandtafel und zahlreichen kleineren Exemplaren sowie seiner sprechenden Kreidestücke Klaus und Betty im Handumdrehen den Urknall und die Geheimnisse des Kosmos. […] Mit dem vielgerühmten trockenen englischen Humor erzählt The Spaceman die Geschichte von Bud und seinem Weltraumabenteuer als kindgerechte Science-Fiction-Story. […]
Halloherne.de, Pitt Herrmann

“Der Zauberer von Oz” in der Regie und musikalischen Leitung von Tankred Schleinschock begeisterte erst am Sonntag das Publikum in der Stadthalle und wird – neben zahlreicher Gastspiele – im Dezember wieder in Castrop-Rauxel zu sehen sein.

“[…] In der phantasievollen Ausstattung von Anja Müller hat Tankred Schleinschock, der musikalische Leiter des Westfälischen Landestheaters, den „Zauberer von Oz“ als musikalisches Märchen für alle ab sechs Jahren in unsere Gegenwart transponiert und in achtzig actionreichen Minuten äußerst kurzweilig inszeniert. Seine ironische Grundierung erfreut besonders die erwachsenen Begleiter der Kinder, die großen Spaß am unmittelbaren Spiel des Ensembles, an den prachtvollen Kostümen und der wandlungsfähigen Kulisse auf der handbetriebenen Drehbühne bekundeten bei der Premiere am 27. Oktober 2019 in der Castrop-Rauxeler Stadthalle. „Endlich zaubern lernen“, „Weil ich ein Feigling bin“, „Roter Mohn“: Die Songs Tankred Schleinschocks sind so pfiffig betextet wie populär komponiert und das Kinder- und Jugendensemble des WLT offenbart Musical-Qualität. […].”
Halloherne.de, Pitt Herrmann

Derzeit finden die Proben zu unserer nächsten Premiere im Abendtheater statt. Drachenläufer nach Khaled Hosseinis gleichnamigen Roman sehen Sie ab Samstag, 30. November bei uns.
Karten für die Premiere oder die Zusatzvorstellung am 21. Januar erhalten Sie an unserer Theaterkasse unter 02305 – 978020.

Wir freuen uns auf Sie!



DrachenläuferZur Produktion: Drachenläufer


Aktuelles aus dem WLT
"Schritt für Schritt ins Paradies" in der Stadthalle

Musikalisches Programm in der Stadthalle

Neues aus der Feder von Tankred Schleinschock, dem musikalischen Leiter am Westfälischen Landestheater. „Schritt für Schritt in Paradies“ heißt sein Programm, das am Mittwoch, 6. November in der Stadthalle Castrop-Rauxel präsentiert wird. Das Publikum kann sich auf Live-Musik mit Tankred Schleinschock sowie Sänger Patrick Sühl und Musicaldarstellerin Jessica Kessler, die bereits bei WLT-Produktionen wie „Beat-Club“ und „Mixtape“ auf der Bühne standen, freuen.

Montag zum Sport, Dienstag auf Besuch bei den Eltern, Mittwoch einkaufen, die beste Freundin will man auch mal wieder treffen… so hetzen wir von A nach B und versuchen alles unter einen Hut zu bekommen. Jedes Wochenende ist fest verplant und der nächste Urlaub muss auch noch gebucht sein. In immer hektischeren Zeiten sehnen wir uns alle nach* Entschleunigung*. Einfach mal die Uhr anhalten und den Moment genießen – das wäre schön.



Die Geschichte einer Freundschaft

Proben zu "Drachenläufer" haben begonnen

Wie viel kann eine Freundschaft überstehen? Und was bringt Freunde unwiderruflich auseinander? Diesen Fragen widmet sich das Westfälische Landestheater in seiner neuen Produktion Drachenläufer nach dem Erfolgsroman von Khaled Hosseini.

Es ist die Geschichte von Amir und Hassan. Beide wachsen in Kabul Mitte der 70er Jahre wie Brüder auf. In der standesbewussten afghanischen Gesellschaft ist das keine Selbstverständlichkeit, denn Amir kommt aus reichem Elternhaus, während Hassan der Sohn des Dieners von Amirs Vater ist. Doch ihrer Zuneigung und dem Gefühl der Verbundenheit kann das nichts anhaben. Bis Amir ein unfassbares Verbrechen an Hassan beobachtet… und beschließt, zu schweigen.

Mit Drachenläufer bringt das Westfälische Landestheater eines der erfolgreichsten Bücher der vergangenen Jahrzehnte auf die Bühne. 2007 kam zudem die nicht weniger beliebte Verfilmung in die Kinos. Jetzt haben die Proben zu der Theaterfassung unter Regisseur Gert Becker, der am WLT zuletzt die Adaption des Romans “Unterwerfung” inszenierte, begonnen. “Das Buch erzählt eine außergewöhnliche, packende Geschichte. Und es ist durch und durch von ganz unterschiedlichen Emotionen geprägt”, so Gert Becker. “All diese Gefühle, ob brutal, fröhlich, verzweifelt oder traurig, möchte ich zeigen.” Das Bühnenbild sowie die Kostüme hat Elke König entworfen. “Die Kostüme werden das Lokalkolorit widerspiegeln”, erzählt die Ausstatterin. “Für die Umsetzung eines Romans, die aufgrund der hohen Personenanzahl meist recht kompliziert ist, haben wir uns eine gute Lösung überlegt: eine Schattenwand.”

Neben dem Abendtheaterensemble werden in der Produktion wieder zwei Gäste zu sehen sein: Burghard Braun, der dem WLT-Publikum aus zahlreichen Produktionen wie “Taxi, Taxi – Doppelt leben hält Besser” oder “Blackout” bekannt sein dürfte, und Oliver S. El-Fayoumy, der das erste Mal am WLT zu sehen sein wird. Seit seiner Schauspielausbildung, die er 2005 abschloss, führten Oliver S. El-Fayoumy seine Engagements an verschiedene Häuser, unter anderem ans Schauspielhaus Düsseldorf, ans Theater an der Ruhr Mülheim oder ans Grenzlandtheater Aachen.

Die Premiere von Drachenläufer feiert das Westfälische Landestheater am Samstag, 30. November um 20 Uhr in der Stadthalle Castrop-Rauxel. Für die Premiere sind noch Restkarten zwischen 14€ und 20€ erhältlich.

Für die Zusatzvorstellung am Dienstag, 21. Januar um 20 Uhr im Studio sind Karten zum Preis von 20€ (erm. 16€) erhältlich.

Theaterkasse:
Maximilian Bock, 02305 – 978020 oder bock@westfaelisches-landestheater.de.



"Märchen können auch heute passieren."

Interview zur Premiere von "Der Zauberer von Oz"

Interview mit Regisseur und musikalischem Leiter Tankred Schleinschock und Ausstatterin Anja Müller.

WLT: Für alle, die die Geschichte nicht kennen. Worum geht es?
Tankred Schleinschock: Wir erzählen die Geschichte von Dorothy. Sie lebt in Kansas, einem verschlafenen und langweiligen Staat der USA. Doch dann landet Dorothy nach einem Sturm in Oz, wo sie gemeinsam mit dem Blechmann ohne Herz, der Vogelscheuche ohne Verstand und dem ängstlichen Löwen eine turbulente Reise unternimmt. In die heutige Zeit übersetzt, kann man von einer Art Road-Movie sprechen. Das, was Dorothy erlebt, kann wahre Zauberei sein oder einfach nur ein Traum. Das können unserer Zuschauer*innen selbst entscheiden.

WLT: Warum ist „Der Zauberer von Oz“ auch heute noch aktuell?
Tankred Schleinschock: Sowohl das Buch als auch der Film sind schon einige Jahre alt, aber ich habe meine Inszenierung – so wie ich es immer mache – in die heutige Zeit versetzt. Dorothy macht sich in Oz auf den Weg und hat ein bestimmtes Ziel vor Augen: den Zauberer von Oz finden. Auf dieser Reise trifft sie die verschiedensten Charaktere, gewinnt neue Freunde und stellt sich allerlei Gefahren. Ich möchte zeigen, dass nicht nur das Ziel wichtig ist, sondern auch der Weg dahin. Dass es wichtig ist, nach links und rechts zu schauen und diejenigen wahrzunehmen, die uns begleiten. Und dass Märchen auch heute passieren können.

WLT: Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Ist das Stück – vielleicht auch gerade deshalb – etwas für Erwachsene?
Tankred Schleinschock: Auf jeden Fall! Wenn ich Kindertheater mache, ist es für mich entscheidend, dass die ganze Familie Spaß hat. Ich achte immer darauf, dass es etwa auch Späße oder Wortspiele gibt, die die Eltern lustig finden. Andersherum gibt es natürlich auch Szenen, die mehr auf den Humor der Kinder abzielen. Es wird für Groß und Klein ein unterhaltsamer Nachmittag werden.

WLT: Du hast die Fassung selbst geschrieben. Wie nah bist du an der Vorlage geblieben? Was ist anders?
Tankred Schleinschock: Für unsere Inszenierung musste ich einige Stellen kürzen, da das Buch viel länger ist. Ich habe aber auch einiges neu erfunden. Die beiden Hexen etwa, die gute Hexe des Nordens und die böse Hexe des Westens, sind in meiner Fassung viel prominenter. Auch das Ende ist anders, aber das verrate ich hier natürlich noch nicht.

WLT: Stichwort böse Hexe: Werden unsere jüngsten Zuschauer*innen sich gruseln?
Tankred Schleinschock: Es gibt sicherlich die eine oder andere Stelle, an der es etwas unheimlich wird. Das gehört auch dazu. Grundsätzlich finde ich die Idee der strikten Trennung von Gut und Böse, die in Märchen oft vermittelt wird, aber überhaupt nicht gut. Niemand ist durch und durch Gut oder durch und durch Böse. Das möchte ich in meiner Inszenierung zeigen.



Realistischer „Grüner Thriller“ über unsere Strom-Abhängigkeit

Pressestimmen zu "Blackout"

Wir freuen uns über die Pressestimmen zur Premiere von „Blackout“ am 5. Oktober 2019 in der Stadthalle Castrop-Rauxel.

„Das Westfälische Landestheater bringt mit „Blackout“ einen Krimi auf die Bühne, der das Szenario eines weltweiten Stromausfalls beschwört – und nachdenklich macht.
[…] Halb Thriller aus der „Whodunit“ – (Wer hat’s getan) Schule, halb Lehrstück über unsere Abhängigkeit von der Steckdose. Ein Weckruf, der nachdenklich macht über unseren Hang zu Stromfressern. […] Als Warnung vor der Fragilität der volldigitalen Moderne ist „Blackout“ […] eindringlich und sehenswert.“
Ruhr-Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann

“[…] Die 800 Seiten starke Vorlage musste für die Bühnenfassung radikal gekürzt werden. Das funktioniert, indem die Chronologie gebrochen wird und umfangreiche Handlungsstränge per Video von Augenzeugen geschildert werden. […]
Inmitten der spannenden und manchmal etwas zu rasanten Spielszenen sind diese Videoeinspielungen Momente der Ruhe. Momente, in denen man mit Beklemmung realisiert, wie abhängig man sich von der Stromversorgung gemacht hat.”
Westfälischer Anzeiger, Marion Gay

„[…] Die von Thomas Tiberius Meikl und Maximilian von Ulardt erarbeitete Inszenierung, deren eindrucksvolle Bühnenausstattung aus Aluminium-Gerüsten dem Ensemble auch physische Fitness abverlangt, ist fantasievoll, rasant, ungemein spannend, vor allem aber geradezu beklemmend.
Apokalyptische Zustände drohen. Die Erkenntnis, in welchen Abhängigkeiten und Anfälligkeiten unser Alltag funktioniert, ist einfach nur beängstigend. […].“
WAZ, Wolfgang Platzeck

Realistischer „Grüner Thriller“ über unsere Strom-Abhängigkeit
„[…] Blackout, 2012 als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet, ist nun von Thomas Tiberius Meikl für die Bühne adaptiert und am Westfälischen Landestheater inszeniert worden, umjubelte Erstaufführungspremiere war am 5. Oktober 2019 in der ausverkauften Stadthalle Castrop-Rauxel. […]
In Meikls kongenialer Einheitsbühne, einem Labyrinth aus Metallgestängen, das zu geradezu akrobatischen Turneinlagen verleitet und gleichzeitig auf die in der Theaterfassung nur kurz angedeuteten Anschläge auf Strommasten verweist, tritt der Regisseur am Ende zudem als nur schemenhaft unter einer Kapuzenjacke wahrnehmbarer Terrorist Jorge Pucao in Erscheinung, dessen selbstreflektierenden Texte aus der Kommandozentrale zuvor als Zwischenspiele aus dem Off zu hören sind. […].“
Halloherne.de, Pitt Herrmann





Die nächsten Termine



Möchten Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten? Sie können ihn durch Angabe Ihrer eMail-Adresse wieder abbestellen.