Marlow

Nach Volker Kutscher, von Jeannette Mohr
Gereon Rath Maximilian von UlardtCharly Rath Franziska FerrariErzähler 1 Mario ThomanekErzähler 2 / Greta Overberg / Irene Schmeling Samira HempelJohann Marlow Mike KühneWilhelm Böhm Guido ThurkHerr Königsberg/Pastor/Wachtmeister Draxler Tobias SchwiegerInszenierung Markus KopfAusstattung Manfred KaderkDramaturgie Christian ScholzeRegieassistenz/Abendspielleitung Pia Böhme

Zum Stück

Berlin, 1935. Obwohl Gereon Rath inzwischen zum Oberkommissar befördert worden ist, muss er sich mit den Todesfällen befassen, die sonst keiner haben will. Da weder er noch seine Frau Charly Parteimitglieder sind, gelten sie als verdächtig und werden von Nachbarn und Mitarbeitern misstrauisch beobachtet. Während der Nationalsozialismus mit all seinen Auswirkungen Deutschland in rasendem Tempo in eine zerstörerische Diktatur verwandelt, gerät die Lebenssituation der jungen Familie zunehmend unter Druck. Doch Rath hat sich in seiner Polizeiarbeit noch nie beirren lassen. Ein tödlicher Verkehrsunfall weckt seinen Jagdinstinkt. Der Fall ist heikel und berührt die Machtzentrale: Herrmann Göring soll mit geheimen Akten erpresst werden. Als ihm seine Vorgesetzten den Fall entziehen, stachelt ihn das nur noch mehr an.
Je weiter Rath in seinen Ermittlungen kommt, umso deutlicher werden seine eigenen Abhängigkeiten und Verstrickungen. Denn im Hintergrund zieht einmal mehr der Mann die Fäden, mit dem Gereon nie wieder etwas zu tun haben wollte: der Unterweltkönig Johann Marlow.

Seit seine Romane um Gereon Rath Vorlage für die Fernsehserie „Babylon Berlin“ wurden, ist Volker Kutscher einer der international angesehensten und erfolgreichsten Krimiautoren unserer Zeit. Während die erste Staffel der Serie den ersten Roman adaptiert, bearbeiten wir den bisher jüngsten. Der Nationalsozialismus hat sich etabliert. Die zunehmend beklemmende gesellschaftliche Atmosphäre ist geprägt von Denunziationen. Sich dagegen zu behaupten ist der Schlüssel zum Überleben.

Volker Kutscher, Jahrgang 1962, arbeitet nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman „Der nasse Fisch“ (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath, gelang ihm auf Anhieb ein Beststeller.

Stückdauer: ca. 90 Minuten ohne Pause

Hinweis: Das Stück wurde unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5m inszeniert. Ein Schauspieler und eine Schauspielerin sind im Privaten ein Paar und dürfen den Abstand daher unterschreiten.

Vorlage für "Babylon Berlin"

Pressestimmen

“Für Kopf und Mohr ist die Krimigeschichte nur der Aufhänger, der es ihnen erlaubt, davon zu erzählen, wie die Menschen sich mit den Nationalsozialisten arrangiert haben oder eben nicht. […] Franziska Ferrari[s] […] innerer Kampf akzentuiert Raths Fehlentscheidungen perfekt. Insofern ist es eben nicht der mit zunehmender Dauer der Inszenierung immer spannendere und plastischere Kriminalfall, der sich einbrennt, sondern dieser Moment, in dem aus dem stillen Mitläufer Rath ein begeisterter Nationalsozialist wird. Wer sich fragt, wie es zu all den Verbrechen der Nationalsozialisten kommen konnte, muss sich nur diese eine Szene vor Augen halten. Denn sie nimmt noch eine viel bittere Kapitulation Gereons Raths vorweg.”
Nachtkritik.de, Sascha Westphal

“Marlow ist ein Gangster, wie er im Buche steht. […] Als er eines Abends zu einem Treffen mit seinem Nazifreund Hermann Göring bestellt wird, lassen ihn die Wächter aber nicht passieren. […] Diese Szene gleich zu Beginn des gleichnamigen Theaterstücks wirft viele Fragen auf. […] Der dramaturgische Kniff diese Szene an den Anfang zu stellen, lässt einen sofort mit fiebern. […] Auch ohne die Romane Volker Kutschers zu kennen, kann man dieser Bearbeitung von Jeannette Mohr folgen. Regisseur Markus Kopf hat Glück, dass seine beiden Hauptdarsteller auch im echten Leben ein Paar sind. So können sich Maximilian von Ulardt und Franziska Ferrari als Gereon und Charly Rath auf der Bühne distanzlos fetzen oder umschwärmen – das erzeugt Dynamik.”
WDR 5 Scala vom 19. Oktober 2020, Christoph Ohrem

Aufführungstermine

  • 17.10.2020 17.30hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 17.10.2020 20.30hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 20.10.2020 20.00hLünen Heinz-Hilpert-TheaterInfo Icon
  • 03.02.2021 19.30hRadevormwald BürgerhausInfo Icon
  • 13.02.2021 20.00hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 19.02.2021 20.00hBrilon KolpinghausInfo Icon
  • 09.03.2021 20.00hUnna Erich-Göpfert-StadthalleInfo Icon
  • 12.03.2021 20.00hNordhorn Konzert und TheatersaalInfo Icon
  • 18.03.2021 19.30hRheine StadthalleInfo Icon
  • 28.03.2021 20.00hNettetal Haus SeeroseInfo Icon
  • 18.04.2021 19.00hHerford StadttheaterInfo Icon
  • 11.05.2021 19.30hBottrop Josef-Albers-GymnasiumInfo Icon