Das München-Komplott

Wolfgang Schorlau, bearbeitet für das Theater von Thomas Tiberius Meikl
Krimi
Inszenierung Thomas Tiberius Meikl >> Bühne Marc Mahn >> Kostüme Anna Ignatieva >> Dramaturgie Christian Scholze >> Regieassistenz / Abendspielleitung Maximilian von Ulardt >> Georg Dengler / TK Mitglied David Schirmer >> Charlotte von Schmoltke / TK Mitglied Samira Hempel >> Hans Leitner / Dr. Michael Schneider / Dr. Richard Stark / Innenminister / TK Mitglied Burghard Braun >> Leopold Harder / Dr. Joachim Schweikert / TK Mitglied Mike Kühne >> Betty Gerlach / TK Mitglied Franziska Ferrari >> Martin Klein / Alexander Merkle / TK Mitglied Mario Thomanek >> Jan Nauber / Jürgen Engel / TK Mitglied Emil Schwarz >> Großmutter von Schmoltke / Gisela Kleine / TK Mitglied Vesna Buljevic

Zum Stück

Eigentlich hat sich Dengler das ziemlich einfach vorgestellt. Er soll die Akten zum Münchener Oktoberfest-Attentat nochmal durchsehen. Der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. 13 Tote, hunderte Verletzte. Ein Fall, der das Land erschütterte, in dem unklare, geheime staatliche Machenschaften die Bevölkerung verunsicherten, aber auch ein Fall, der 30 Jahre alt ist. Der Auftrag ist gut bezahlt, lässt sich zu Hause erledigen, es klingt alles nach einer entspannten Aufgabe. Doch schnell wird er von der Realität eingeholt. Er findet heraus, dass die Ermittlungen 1980 Fehler aufweisen. Der angebliche Täter soll vollkommen allein gehandelt haben. Doch Zeugenaussagen belegen, dass er unmittelbar vor der Tat mit anderen Personen gesehen wurde.

Dengler taucht immer tiefer ein in den Fall, findet Ungereimtheiten, stößt auf Widerstände, ein fast unsichtbares Netzwerk beobachtet sein Handeln. Er muss feststellen, dass Beamte in den deutschen Geheimdiensten, die einst dafür gesorgt haben, dass in ihrem Sinn ermittelt und manipuliert wurde, nach wie vor mächtig sind. Ehe er sich versieht, ist Dengler in Abgründe hinabgestiegen, die niemals an die Öffentlichkeit geraten dürfen. Er versinkt in Machenschaften von Institutionen, die vor nichts zurückschrecken, um ihre Interessen durchzusetzen. Schon weiß er zu viel. Er wird zu einer Gefahr.

Das Attentat auf das Münchener Oktoberfest im Jahr 1980 ist bis heute der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Bei der Explosion kamen 13 Menschen ums Leben, 211 wurden verletzt. Als alleiniger Täter wurde Gundolf Köhler präsentiert, Anhänger der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann. Köhler gehörte selbst zu den Opfern des Anschlags. Die Darstellung der Behörden wurde immer wieder angezweifelt. Aufgrund neuer Zeugenaussagen nahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen im Jahr 2014 wieder auf.

Der 1951 geborene Wolfgang Schorlau ist einer der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren der Gegenwart. Erst im Alter von 50 Jahren erfüllte er sich einen Lebenstraum und begann als Schriftsteller tätig zu sein. Er erschuf den ehemaligen BKA-Beamten Georg Dengler, der als Privatermittler in seinen Aufträgen mit realen Kriminalfällen konfrontiert wird. So gelingt es Schorlau immer wieder, Themen zu behandeln, die einerseits dem Publikum vertraut sind, um andererseits deren politische Hintergründe zu hinterfragen.

 

Hörprobe zu Das München-Komplott

Pressestimmen

“In dem steinernen Irrgarten, in dem die exzellenten Darsteller (fast alle in Mehrfachrollen) immer wieder in die Rolle des erklärenden Chors treten, greifen viele Zahnräder ineinander. […] 150 Minuten spannende Unterhaltung bietet “Das München-Komplott allemal, und Verschwörungstheoretiker kommen voll auf ihre Kosten. Stürmischer Beifall für Ensemble und Inszenierungsteam.”
WAZ, Wolfgang Platzeck

“[Thomas Tiberius Meikl] setzt damit die langjährige Krimi-Tradition der Bühne fort und ergänzt sie zugleich um eine politische Komponente. […] das brisante Thema ist zu wichtig, um sich […] von einem Besuch dieses […] Darsteller und Zuschauer gleichermaßen fordernden, aber nie langweiligen Abends abhalten zu lassen.”
Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann

“Marc Mahn hat […] ein Trümmerfeld voller Felsen [auf die Bühne] gestellt – mal Tatort, mal Schlafzimmer, mal Möbelstück dann wieder Konferenzraum oder Restaurant. Was wie eine Ansammlung schwerer Gesteinsbrocken wirkt, lässt sich von den Darstellern immer wieder mit Leichtigkeit aufheben und versetzen. […] In fliegendem Wechsel schlüpfen die acht Darsteller von einer Rolle in die nächste. […] Stark ist das Ende: Da geben die Darsteller jedem einzelnen Opfer des Attentats ein persönliches Gesicht. Das Publikum bedankte sich dafür mit kräftigem Applaus.”
Neue Westfälische, Elke Niedringhaus-Haasper

Aufführungstermine