Sieben minus eins

Arne Dahl
Inszenierung Lothar ManingerAusstattung Marc MahnDramaturgie Christian ScholzeRegieassistenz / Abendspielleitung Mike KühneBerger Maximilian von UlardtDesiré Rosenkvist / Ellen Savinger Svenja Marija ToplerAllan Gudmundsson / Ekman / Roy Guido ThurkCutter / Robin / Kent / Pfleger Mario ThomanekNathalie Fredén / Molly Blom Franziska FerrariWilliam Larsson / Anton Emil SchwarzBritt-Marie Bengtsson / Alicia Anger Vesna BuljevicAugust Steen / Reporter Mike Kühne

Zum Stück

Nachdem sie schon dachten, dass der Einsatz vergeblich war, entdecken sie den Keller. Eine Luke führt in die Finsternis. Keine Selbstschussanlage, keine Treppe, Staub, Stille. Sam Berger steigt vorsichtig hinab. Unten empfangen ihn enge Wände, niedrige, nur angelehnte Türen, immer mehr Gänge, die sich verzweigen in alle möglichen Richtungen, ein feuchtkaltes Labyrinth. Sie finden nichts, kein Blut, keine Exkremente, keine Leiche. Das Mädchen, das sie suchen, wurde vor ihrem Einsatz weggebracht. Jemand weiß Bescheid.
Während alle in seiner Umgebung davon ausgehen, dass die Entführung des Mädchens ein Einzelfall ist, glaubt Berger, dass es sich um einen Serientäter handelt. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt er in diese Richtung. Die Spuren und Hinweise werfen ihn in seine eigene Vergangenheit zurück. Der Täter kennt alle seine Schritte, lockt ihn immer näher zu sich, sein Ziel ist Rache. Berger weiß, dass er, will er die verschwundenen Mädchen finden, in die Falle gehen muss.

Arne Dahl, eigentlich Jan Lennart Arnald, ist weltweit bekannt für seine psychologischen Thriller. Der in Stockholm lebende Schriftsteller arbeitet als Literaturwissenschaftler für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Darüber hinaus ist er Herausgeber zweier Zeitschriften und Kritiker. Seinen literarischen Durchbruch feierte er 1998 mit dem Beginn einer Krimiserie um die Sonderermittlungsgruppe A bei der schwedischen Polizei. Die zunächst auf zehn Krimis geplante Reihe machte ihn zu einem der Aushängeschilder der skandinavischen Krimiliteratur.

»Sieben minus eins«, erschienen 2016, ist der erste Band einer neuen Serie um das Ermittlerpaar Sam Berger und Molly Bloom. In der schwedischen Presse wurde der Roman als »der beste schwedische Kriminalroman, der je geschrieben wurde« gefeiert.

Stückdauer: 2 Stunden 10 Minuten inklusive Pause

Krimi nach Arne Dahl!

Pressestimmen

„Das Stück überzeugt mit seinen rasanten Szenen, dem angedeuteten Grauen und den passenden Video- und Musikeinschüben. Die Überraschungen folgen schnell aufeinander und so bleibt die Spannung über die mehr als zwei Stunden dauernde Spielzeit auf gleichbleibend hohem Niveau.”
Westfälischer Anzeiger, Marion Gay

„Von Ulardt stattet seine Figur mit Dynamik und Elan aus, in Franziska Ferrari hat er eine Partnerin vom gleichen Kaliber. Sie setzen ein Puzzle aus Fingerzeigen des Täters zusammen. […] als Zuschauer bleibt man erwartungsvoll bei der Stange. Videos, Dias, Lichtsetzung sorgen für Atmosphäre, die Bühne von Marc Mahn besticht durch ihre Multifunktionalität. Es wird straff erzählt, inszenatorisch ist Zug drin.“
Ruhr Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann

“Maninger hat für das WLT ein durchaus mutiges Konzept entwickelt, das dem Abend eine ungeheure Intensität garantiert. Auf der düsteren, karg ausgestatteten Bühne, deren mobile Rückwand Spielstätten eher andeutet als tatsächlich eröffnet, bestimmt sparsam eingesetztes Licht den jeweiligen Handlungsort. Selten werden dann Szenen im klassischen Sinne ausgespielt – das Ensemble agiert über weite Strecken wie im Hörspiel-Modus. Wenn Worte nicht reichen, lässt klug eingesetzte Video-Technik Erinnerungsfetzen der Ermittler aufblitzen. Und wenn sich Figuren hin und wieder an der Rampe formieren, um wie im Aufnahmestudio Verbindungstexte ins Mikro zu sprechen, dann ist das […] ein weiterer überzeugender Bestandteil eines hochatmosphärischen szenischen Thriller-Hörspiels, das nicht nur Dahl-Kenner fesselt.”
WAZ, Wolfgang Platzeck

„[…] die Inszenierung des Westfälischen Landestheaters ging mit ihren puzzleartigen Szenen unter die Haut. Tolle Kamera- und Webcambilder, die auf die eher kargen Kulissen projiziert wurden, hielten in Atmen. Flott wechselten zudem die Schauplätze und Anspielstationen, die ein homogenes, gut aufgelegtes Ensemble mit Leben erfüllte – die Mixtur für einen hochprozentigen Krimicocktail stimmte.“
Bocholt-Borkener-Volksbatt, Michael Stukoswki

Facebook-Kommentar:
[…] es hat mir sehr gut gefallen. Die schwierige Aufgabe, einen Krimi spannend auf die Bühne zu bringen, ist gelungen. Dank hervorragender Schauspieler, besonders das Zusammenspiel von Franziska und Max, guter Regie Ideen und eines sehr stimmungsvollen Bühnenbildes ist die Aufführung sehr sehenswert. Viel Erfolg mit dem Stück!“

Aufführungstermine

  • 13.10.2018 19.30hWitten SaalbauInfo Icon
  • 14.10.2018 18.00hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 31.10.2018 20.00hBocholt Städtisches BühnenhausInfo Icon
  • 10.11.2018 19.30hHamm KurhausInfo Icon
  • 09.01.2019 19.30hSolingen Theater und KonzerthausInfo Icon
  • 12.02.2019 20.00hRheda-Wiedenbrück Aula des RatsgymnasiumsInfo Icon
  • 28.02.2019 20.00hNordhorn Konzert und TheatersaalInfo Icon
  • 06.03.2019 19.30hRadevormwald BürgerhausInfo Icon
  • 21.03.2019 20.00hUnna Erich-Göpfert-StadthalleInfo Icon
  • 12.04.2019 19.30hBad Oeynhausen Theater im ParkInfo Icon
  • 28.04.2019 19.00hHerford StadttheaterInfo Icon
  • 22.11.2019 19.30hMarl TheaterInfo Icon