Ich bin dann mal weg

Hape Kerkeling
Inszenierung Urs Alexander SchleiffAusstattung Marlit MoslerDramaturgie Christian ScholzeRegieassistenz / Abendspielleitung Mario ThomanekHape Mike KühneAnne / Evi / Jüngere Frau / Mädchen Svenja Marija ToplerBeamtin / Pilgerin / Dame / Lori / Tina / Österreicherin / Sheelagh Xenia WolfgrammMann / Feuerwehrmann / Fahrer / Schwabe / Vitorio / Kellner / Schaf Henri Guido ThurkBauer / Rentner / Antonio / Gerd / Ruco Urco Burghard BraunFeuerwehrmann / Schwabe / Brad / David / Hippie / / Schaf Juliette / Wirt Emil SchwarzPilgerin / Dame / Dona Feliza / Nonne / Larissa / Schnabbel / Oma Vesna Buljevic

Zum Stück

Seit über 1000 Jahren pilgern Menschen zum Grab des Apostels Jakobus. Auch wenn jeder Pilgerweg zunächst im eigenen Heim beginnt, verläuft die Strecke, die heute die meisten Menschen wählen, um dem Stress des Alltags zu entkommen oder in eine spirituelle Kommunikation mit dem »Göttlichen« zu treten, von Saint-Jean-Pied-de-Port in Südfrankreich mehrere hundert Kilometer nach Westen bis Santiago de Compostela.
Im Juni und Juli 2001 wanderte Hape Kerkeling 510 km auf diesem Weg. Nach einem Hörsturz und der Entfernung seiner Gallenblase sah sich der Künstler gezwungen, eine Pause einzulegen. Zur Überraschung seines gesamten Umfelds verkündete er, sich zur eigenen Heilung auf den Jakobsweg begeben zu wollen: Ich bin dann mal weg. Mit seinem typischen, diesmal aber leisen und sanften Humor erleben wir den Menschen Hape Kerkeling auf seinem Weg. Er ist nicht mehr die Berühmtheit, er ist einer unter vielen. Als solcher wird jeder Schritt zu einem Weg zu sich selbst. Er steigt buchstäblich aus. Aus seinem gewohnten Trott und nimmt uns mit, Tag um Tag, durch Wind und Wetter, auf seine innere Reise, die ihn in die Konfrontation mit dem Leistungsdruck, der Erfüllung von nicht zu bewältigenden Erwartungen und zurück in seine Kindheit im Ruhrgebiet führt. Die Erinnerungen, die er in seinem jüngsten Buch »Der Junge muss an die frische Luft« zusammengefasst hat, weben sich ein in die Wanderung durch Nordspanien. Die ihn umgebende Natur, der immer beschwerlichere Weg, führen ihn in die Reflektion über die Nichtigkeiten und Wichtigkeiten des Lebens.

Hape Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, ist einer der bekanntesten und vielseitigsten deutschen Künstler. Seinen Durchbruch schaffte er 1984 mit der Musik- und Kabarettshow »Känguru« im WDR. In den folgenden Jahrzehnten faszinierte Kerkeling das Film-, Fernseh- und Bühnenpublikum immer wieder mit ständig wechselnden künstlerischen Formaten und Ausdrucksformen. Vielfach preisgekrönt können seine Werke bereits heute als Klassiker gelten. Sein 2006 erschienenes Buch über seine Erfahrungen auf dem Jakobsweg ist eines der erfolgreichsten deutschen Sachbücher überhaupt.

Stückdauer: 130 Minuten inklusive Pause

Für Hape Kerkeling- Fans!

Pressestimmen

„Ich bin dann mal – auf der Bühne. Hape Kerkelings Pilgerreise am WLT: iro-nisch und intensiv, ernst und launig.
[…] Da verwundert es nicht, dass die Uraufführung einer Bühnenfassung (Monika Reithofer) am Westfälischen Landestheater die erwartete Reaktion auslöste: Schon früh ausverkaufte Premiere in der Stadthalle, Zusatzvorstellung im Januar, viele „zeitnahe“ Gastspiele in der Region: „Ich bin dann mal weg“ als strategisch geplan-ter Theater-„Blockbuster“.
Es ist ein Abend für Fans, bei dem es um das Wiedererkennen und Erinnern geht, um die wohlige Bestätigung des Vertrauten. Monika Reithofer konzentriert sich kon-sequent auf die zentralen Situationen, Dialoge und Reflexionen, die sich im Ge-dächtnis des Lesers festgesetzt haben. Dabei rückt das Stück, im Gegensatz zum Kinofilm, die wirklich wichtigen Helden in den Vordergrund, stellt auf die allmählich entstehende Freundschaft zwischen Hape, der Engländerin Anne (Svenja Marija Topler) und Sheelagh (Xenia Wolfgramm) aus Neuseeland ab. Regisseur Urs Ale-xander Schleiff findet jederzeit die passenden Bilder für das, was Kerkeling nicht ohne Selbstironie als beschwerliche Reise zu sich selbst beschreibt. Humoristische Szenen wie der groteske Transport des Fußlahmen auf einem Schaf-Transporter wechseln – fein ausbalanciert – ab mit banalen oder ärgerlichen Begegnungen und Momenten voller Nachdenklichkeit, in denen das Ensemble um Mike Kühne in die Rollen auch nachrangiger Buch-Figuren schlüpft.
In Stunden besonders stark empfundener Einsamkeit und Ratlosigkeit erinnert sich der Suchende an seine Kinderzeit bei der Oma, und die Gedankendialoge, die Ha-pe dann mit der als Filmeinblendung erscheinenden Großmutter (Vesna Buljevic) noch einmal führt, gehören zu den besonders intensiven Momenten der begeistert gefeierten Theater-Pilgerreise.“
WAZ, Wolfgang Platzeck

„Humoristisch inszeniert und mit einigen typischen Ruhrpott-Schmunzlern verse-hen, nehmen sieben starke Darsteller das Publikum mit auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. […] Mit stichelndem Humor und Aufrichtigkeit erweckt Mike Kühne die Figur des Hape Kerkeling zum Leben, ohne sie zu kopieren. Die außer-gewöhnliche Darstellungsform des Stücks erlaubt es den Zuschauern, in die Ge-dankenwelt des Mannes einzudringen, ohne die Geschichte dabei aus den Augen zu verlieren. Die aus dem Originalbuch zitierten Texte lassen Kerkelings Geschichte ihren Charakter. […]
Kühne präsentiert einen Hape, der der Welt um sich herum mit einem sanften, aber echten Humor begegnet, ohne dabei zu übertreiben. Zugute kommt Kühne dabei sein Talent, die Rolle ganz für sich anzunehmen, und die langen, ausdrucksvollen Passagen auf lebendige, Hape-typische Weise zu erzählen. Wer „Ich bin dann mal weg“ nur als Hörbuch kennt, könnte überrascht sein von der Ähnlichkeit der Stim-men von Mike Kühne und Hape Kerkeling. […]
Das auf einer Seite lebendige und lustige Stück, das vor allem durch die übertrie-bene Darstellung der unterschiedlichen Nationalitäten der Pilger an Würze gewinnt, besticht gleichzeitig auch durch die emotionalen, teilweise religiösen Einschübe. [….]
Wer das Buch gelesen hat, wird einige Passagen schnell wiedererkennen. Beson-ders die prägenden Begegnungen, die in Hape Kerkelings Wandertagebuch erzählt werden, finden ihren Platz auf der Bühne. Knackige Dialoge und Hapes innere Monologe erinnern den Zuschauen durch das ganze Stück hindurch daran, was es eigentlich ist: ein Tagebuch.
[…] Bei der ausverkauften Premiere am Samstag gab es nach dem Stück minuten-langen Applaus, fünfmal kamen die Schauspieler zurück auf die Bühne und durf-ten sich bejubeln lassen. […].“
WAZ / Ruhr-Nachrichten lokal, Silja Fröhlich

„Turbulenter Spaß für Hape-Fans. […]
Weil Theater aber immer live ist und das WLT mit Mike Kühne über einen nicht nur äußerlich an Hape Kerkeling erinnernden Schauspieler im Ensemble um das be-gnadeten Slapstick-Trio Guido Thurk, Burghard Braun und Emil Schwarz verfügt, können sich Hape-Fans auf flott inszenierte pointierte Dialoge und szenische Ka-binettstückchen freuen in der wandlungsfähigen Wanderbühnen-Ausstattung von Marlit Moser. […] Die bestens aufgelegte siebenköpfige WLT-Truppe offenbart enorme Spielfreude in situationskomischen Anekdoten wie gleich zu Beginn im Kleintransporter des seine Schafe auf die Bergweide verfrachtenden Bauern, mit den Feuerwehrleuten an der temporär versiegenden Rolandsquelle oder später auf der Massagebank. Herrlich zickig Svenja Marija Topler als männlichen Pilgern ge-genüber höchst misstrauische Anne, saftig-derb Xenia Wolfgramm als Österreiche-rin und Vesna Buljevic als Schwäbin (und als lebensweise Oma Bertha per Video im fiktiven Zwiegespräch mit Hape).“
Halloherne.de, Pitt Herrmann

„[…] Schauspiel und Inszenierung (Urs Alexander Schleiff) überzeugten und gefielen den zahlreichen Zuhörern in der gut gefüllten Veranstaltungsstätte. Die Mischung von Ernst und Humor, von Erlebnisschilderung und Nachdenklichkeit wurde gut getroffen. […].”
Grenzland Kurier, Gert Holtmeyer

„[…] Eine starke Ensemble-Leistung, die den reichlichen Schlussapplaus verdient hatte.”
Siegener Zeitung

“Knackige Dialoge überzeugen”
WAZ, Barbara Zabka

Aufführungstermine

  • 08.12.2018 20.00hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 10.12.2018 20.00hNettetal Werner Jaeger HalleInfo Icon
  • 11.12.2018 19.30hLüdenscheid KulturhausInfo Icon
  • 12.12.2018 20.00hRecklinghausen RuhrfestspielhausInfo Icon
  • 13.12.2018 19.30hHamm KurhausInfo Icon
  • 18.12.2018 20.00hLünen Heinz-Hilpert-TheaterInfo Icon
  • 05.01.2019 20.00hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 10.01.2019 20.00hBocholt Städtisches BühnenhausInfo Icon
  • 12.01.2019 19.00hSiegen Apollo-Theater Info Icon
  • 16.01.2019 20.00hErkrath StadthalleInfo Icon
  • 02.02.2019 19.00hMonheim Aula am Berliner RingInfo Icon
  • 15.02.2019 20.00hRatingen StadttheaterInfo Icon
  • 18.02.2019 19.30hMarl TheaterInfo Icon
  • 21.02.2019 20.00hGevelsberg Aula SchulzentrumInfo Icon
  • 10.03.2019 19.00hHerford StadttheaterInfo Icon
  • 13.03.2019 20.00hKevelaer KonzerthausInfo Icon
  • 20.03.2019 19.30hRemscheid Teo Otto TheaterInfo Icon
  • 09.04.2019 20.00hWitten SaalbauInfo Icon
  • 15.10.2019 20.00hRheinberg StadthalleInfo Icon
  • 20.10.2019 19.00hBoppard StadthalleInfo Icon
  • 31.10.2019 19.00hMettmann NeandertalhalleInfo Icon
  • 11.11.2019 20.00hDorsten RealschuleInfo Icon