Good Morning, Boys and Girls

Juli Zeh
Inszenierung Ralf EbelingAusstattung Jeremias H. VondrlikDramaturgie Sabrina KloseTheaterpädagogik Ria ZittelRegieassistenz / Abendspielleitung Anne NoackJens aka Cold Adrian KraegeSusanne Sabrina SauerVater / Danton Julius SchleheckMutter / Zicke Edda Lina JanzHerr Patt Felix Zimmermann

Zum Stück

Am Valentinstag 2018 erschießt der 19-jährige Nikolas Cruz an seiner ehemaligen Schule in Parkland 14 Schüler und drei Erwachsene. Am 11. März 2009 sterben bei einem Amoklauf an einer Realschule in Winnenden 16 Menschen, darunter der Amokläufer. 2002 tötet ein ehemaliger Schüler am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 13 Lehrer, zwei Schüler, einen Polizisten und sich selbst. Am 20. April 1999 töten zwei Jugendliche 13 Menschen in der Oberschule von Columbine.
Amok ist ein Phänomen, das seit über 200 Jahren erforscht wird. Bereits 1770 beschreibt Captain Cook mit dem Begriff eine erschreckende Kampftaktik aus Malaysia. Bei der sich Sklaven mit dem Kampfschrei “amuk” gegen ihre Herrscher blutig zur Wehr setzten und danach als Helden gefeiert wurden. Seit den 1990ern hat es einen massiven Anstieg von minutiös geplanten Schulmassakern gegeben.

Auch Jens, aka „Cold“, hat sich in seiner Fantasie seine 15 Minuten Ruhm bis ins kleinste Detail ausgemalt. Weil es vor ihm schon andere Amokläufer gab, muss seine Tat noch mehr Fassungslosigkeit hervorrufen als alles bisher Dagewesene. Er hört in seinem Kopf schon, wie seine Eltern CNN Interviews geben, wie seine Mitschüler ihn als typischen Außenseiter beschreiben, wie sein Bild als junger Mann im schwarzen Trenchcoat durch alle Medien geistern wird. Doch die Begegnung mit seiner Mitschülerin Susanne ändert alles. Nichts ist sicher, und noch nicht mal das ist sicher.

Juli Zeh verknüpft in ihrem dritten Theaterstück so geschickt Realität und Fiktion, dass es dem Zuschauer schwerfällt, die Wahrheit von Vorurteilen zu unterscheiden.
Die Schriftstellerin studierte zunächst Jura und später Europa- und Völkerrecht.
Schon ihr Debütroman „Adler und Engel” wurde zu einem Welterfolg und in 35 Sprachen übersetzt. Es folgten 2004 „Spieltrieb“, dessen Bühnenfassung 2006 Uraufführung hatte und „Corpus Deliciti“ mit der UA 2007 bei der Ruhrtriennale in Essen. Außerdem hat Zeh Kinderbücher, Erzählungen, Essays und Zeitungsartikel veröffentlicht. Juli Zeh wurde für ihre Werke vielfach ausgezeichnet.

Jugend- stück ab 14 Jahren!

Aufführungstermine

  • 14.04.2019 18.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 10.05.2019 9.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 10.05.2019 11.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 24.09.2019 11.00hKleve StadthalleInfo Icon
  • 08.10.2019 11.00hLüdenscheid KulturhausInfo Icon
  • 30.10.2019 9.00hHameln-TheaterInfo Icon
  • 30.10.2019 11.30hHameln-TheaterInfo Icon
  • 24.01.2020 10.00hDiepholz TheaterInfo Icon
  • 04.02.2020 11.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 04.02.2020 9.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 05.02.2020 9.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 05.02.2020 11.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 22.04.2020 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 23.04.2020 11.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 23.04.2020 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 24.04.2020 11.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 24.04.2020 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 25.04.2020 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 26.04.2020 18.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 29.04.2020 10.00hMarl TheaterInfo Icon
  • 18.05.2020 11.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 18.05.2020 13.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon