Herr Kwant ist da

Jetzt ist er da. Der Herr Kwant. Herr Kwant wird das Leben von Theo und Anna einfacher machen. Denn zukünftig kümmert er sich um alles. Natürlich erst nachdem die allgemeinen Geschäftsbedingungen unterschrieben sind. Herr Kwant ist als persönlicher Assistent und kostenloser Informationspartner das Social Media in menschlicher Form. Herr Kwant weiß alles, speichert alles, kann alles, er organisiert nicht allein den Haushalt, kocht alle Lieblingsgerichte, übernimmt nach Übermittlung der Kreditkartendetails alle Bestellungen, er gibt auch Empfehlungen für notwendige Investitionen und zur allgemeinen Lebensverbesserung. Herr Kwant ist immer anwesend, überall. Schon bald kann Theo ohne ihn keine Entscheidungen mehr treffen. Das ist das Szenario der neuesten Produktion des Westfälischen Landestheaters, die am 1. Februar um 20 Uhr Premiere im WLT-Studio feiern wird.

Inszeniert wird die neueste Produktion des WLT vom Erfolgsteam Markus Kopf als Regisseur und Manfred Kaderk, der für die Ausstattung verantwortlich ist. Zuletzt konnten sie die Besucher und Kritiker mit ihrer Inszenierung von „Taxi, Taxi“ begeistern und legen nun eine hintergründige Komödie nach, die zeigt, wo wir mit unserer aktuellen Medienkultur landen könnten. Um dies zu veranschaulichen setzt das Produktionsteam gezielt auf Theatermittel und auf eine sparsame Ausstattung, erklärt Manfred Kaderk: „Wir haben uns bewusst gegen einen Science-Fiction-Look entschieden. Alles Digitale wird bei uns ins Analoge übertragen. Die Inszenierung wird sich über die Schauspieler und ihr Spiel definieren.“

Philipp Löhle hat ein gleichermaßen beeindruckendes wie auch beängstigendes Stück über die Perspektiven und den Umgang mit Big Data in einer immer digitalisierteren Welt geschrieben. Er entwirft ein Post-Siri- und Alexa-Szenarium, in dem der Mensch jegliche Kontrolle über das Leben abgegeben hat.
Seit vielen Jahren ist Philipp Löhle einer der renommiertesten deutschsprachigen Dramatiker. Der Durchbruch gelang ihm mit seinem Stück »Genannt Gospodin«, für das er mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ausgezeichnet wurde. 2008 gewann er mit »Lilly Link« den Jurypreis des Heidelberger Stückemarkts, 2012 mit »Das Ding« den Publikumspreis der Mülheimer Stücketage.

Die Premiere von „Die Mitwisser“ findet am Samstag, 1. Februar um 20 Uhr im WLT-Studio statt. Karten sind sowohl für die Premiere als für die Zusatzvorstellungen am 7.,8. und am 10., 11. Februar um 20 Uhr im Studio zum Preis von 20€ (erm. 16€) erhältlich.
Theaterkasse: Maximilian Bock, 02305 – 978020 oder bock@westfaelisches-landestheater.de.