Antigone

Nach Sophokles

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Der Krieg um den Thron von Theben ist vorbei. Die beiden Brüder Polyneikes und Eteokles sind tot. Sie erschlugen sich gegenseitig. Zurück bleiben die Schwestern Antigone und Ismene. Der neue Herrscher über Theben wird ihr Onkel Kreon. Dieser verfügt, dass der rechtmäßige Thronerbe Eteokles ein Staatsbegräbnis erhält, Polyneikes’ Leichnam aber nicht bestattet werden darf. Antigone widersetzt sich diesem Gesetz. Für sie zählt das Recht des toten Bruders auf Bestattung. Die Todesstrafe für ihr Vergehen nimmt sie in Kauf.

Sophokles dramatisiert den unauflösbaren Konflikt zwischen dem Gesetz der Menschen und dem Gesetz der Götter, zwischen gesellschaftlicher Ordnung und zivilem Ungehorsam im Namen universeller Menschenrechte. Ein Stoff, der 2500 Jahre alt ist, von Friedrich Hölderlin 1804 übersetzt wurde und von bedeutenden Autoren bearbeitet wurde, u.a. von Jean Anouilh und Bertolt Brecht.

Sophokles war neben Aischylos und Euripides der bedeutendste Dichter der klassischen griechischen Antike. Von seinen 123 Werken werden vor allem König Ödipus und Antigone auf den Bühnen der Welt gespielt. In den Mittelpunkt seiner Stücke stellte Sophokles das Individuum, das seine eigenen Handlungen und Entscheidungen vor sich und den Göttern verantworten muss. Sophokles starb mit 90 Jahren 406 v. Chr. in Kolonos. Nach seinem Tod wurde er durch die Aufstellung einer Statue im Dionysostheater geehrt.

ab 15 Jahren
 

Aufführungstermine

  • 10.04.2022 18.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon