Der Vorleser

von Bernhard Schlink, Bühnenfassung von Mirjam Neidhart
Vorleser Guido ThurkMichael Berg Tobias SchwiegerHanna Schmitz Tine ScheibeMutter, Sophie, Beamtin, Zeugin, Gefängnisleiterin Friederike BaldinVater, Straßenbahnfahrer, Bewohner, Richter Mike KühneInszenierung Pia BöhmeAusstattung Rabea StadthausDramaturgie Christian ScholzeRegieassistenz / Abendspielleitung Marvin Moers

Zum Stück

Ende der 50er-Jahre lernt der 15-jährige Michael Hanna kennen. Sie ist 36. Aus der anfänglichen Erregung, dem ersehnten und doch unerwarteten Liebesakt, entwickelt sich eine Beziehung, die für beide zu einem Schlüsselerlebnis wird, das sie Jahrzehnte prägt. So regelmäßig sie miteinander schlafen, so wichtig ist Hanna, dass er ihr aus Werken vorliest, die er einerseits in der Schule behandelt, die sie ihm andererseits vorschlägt. Er wird zu ihrem Vorleser. Und sie wird zu der Instanz, an der er sich orientiert. Bis sie plötzlich verschwindet. Als Michael sieben Jahre später als Jura-Student einen Kriegsverbrecherprozess gegen ehemalige Wärterinnen eines Außenlagers von Auschwitz besucht, entdeckt er Hanna unter den Angeklagten. Er begreift, dass sie Analphabetin ist, eine der ihr zur Last gelegten Taten nicht begangen haben kann, und dennoch schweigt. Er könnte eingreifen, er könnte sie retten – und tut es nicht.

Bernhard Schlinks 1995 erschienener Roman »Der Vorleser« um die komplexen Fragen von Schuld und Verantwortung in der Folge des Holocausts ist ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Die Folgen der nationalsozialistischen Zeit prägen das Bewusstsein ganzer Generationen bis heute. Mit diesem Werk, das bis heute in über 50 Sprachen übersetzt und mit Kate Winslet und David Kross überaus erfolgreich verfilmt wurde, gelang Bernhard Schlink der Durchbruch als Schriftsteller. Von 1988 bis 2006 war Schlink Richter am Verfassungsgerichtshof NRW in Münster, danach konzentrierte sich sein Schwerpunkt mehr und mehr aufs Schreiben. Heute ist er einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller.

Gefördert durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh in der Spielzeit 2023/2024 und von der Gesellschaft der Freunde des WLT e.V.

Die folgenden Bilder stehen Ihnen unten auf der Seite als Download in höherer Auflösung zur Verfügung

Stückdauer: ca. 105 Minuten

Moderner Klassiker
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Einführungsvortrag "Der Vorleser" mit Dramaturg Christian Scholze

Pressestimmen

„Die komplexe Geschichte um Macht und Missbrauch, Schuld und Schicksal passt überra-schend gut ins Theater. Die Kargheit der Bühne […], das zurückhaltende Spiel, dazu lange Monologe – das gibt dem Stoff viel Raum. […] Guido Thurk ist absolut großartig in seiner Rolle als emotional aufgewühlter Erzähler. Viel Applaus.“
Westfälischer Anzeiger, Marion Gay

„Wie vielfältig das Werk ist, wird auch in der Bühnenfassung überaus deutlich: beginnend bei der zumindest moralisch fragwürdigen, aber in ihrer Entwicklung überaus spannenden Bezie-hung zwischen Hanna und Michael greift das Werk auch den Unterschied zwischen morali-scher und juristischer Schuld auf, rückt die Beteiligung am Holocaust in ein differenziertes Licht und stellt ebenso die Motive Verantwortung, Analphabetismus und Scham in den Fokus. Kurzum: Ein Stück, das auch noch über die ca. 105 Minuten Spielzeit hinaus zu einer intensi-ven Auseinandersetzung einlädt. […] Guido Thurk beeindruckt in der Rolle als Vorleser nicht nur mit einer gigantischen Textmenge und durchgängiger Bühnenpräsenz, sondern setzt sich auch glaubwürdig mit seiner Vergangenheit auseinander und sinniert mit ausdrucksstarker Mimik über seine frühere Haltung und Handlung. […] besticht die tiefsinnige Inszenierung mit einem breiten Themenspektrum und starken Darstellern, die vor allem mit ausdrucksstarkem und nuanciertem Mienenspiel begeistern.“
KulturAspekte, Stefanie Evers

Aufführungstermine

  • 25.03.2023 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 09.09.2023 20.00hCastrop-Rauxel StadthalleInfo Icon
  • 22.09.2023 19.30hRecklinghausen RuhrfestspielhausInfo Icon
  • 27.09.2023 19.30hHameln-TheaterInfo Icon
  • 29.09.2023 20.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 29.09.2023 11.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 16.10.2023 20.00hIbbenbüren BürgerhausInfo Icon
  • 25.10.2023 20.00hGummersbach Halle 32Info Icon
  • 27.10.2023 19.30hHamm KurhausInfo Icon
  • 04.11.2023 19.30hMarl TheaterInfo Icon
  • 23.11.2023 20.00hNordhorn Konzert und TheatersaalInfo Icon
  • 06.12.2023 19.00hLünen Heinz-Hilpert-TheaterInfo Icon
  • 16.12.2023 20.00hDelbrück StadthalleInfo Icon
  • 18.12.2023 20.00hBocholt Aula St.-Georg-GymnasiumInfo Icon
  • 19.12.2023 19.30hHerne KulturzentrumInfo Icon
  • 04.01.2024 19.30hBad Oeynhausen Theater im ParkInfo Icon
  • 16.01.2024 20.00hDinslaken Kathrin-Türks-HalleInfo Icon
  • 25.01.2024 19.30hLüdenscheid KulturhausInfo Icon
  • 04.02.2024 20.00hKamp-Lintfort StadthalleInfo Icon
  • 06.02.2024 20.00hHerford StadttheaterInfo Icon
  • 20.02.2024 19.30hWitten SaalbauInfo Icon
  • 22.02.2024 20.00hBrilon KolpinghausInfo Icon
  • 05.03.2024 20.00hSulingen Stadttheater im GymnasiumInfo Icon
  • 07.03.2024 20.00hOlpe StadthalleInfo Icon
  • 17.03.2024 19.00hLippstadt StadttheaterInfo Icon
  • 20.04.2024 19.30hSögel Aula des Hümmling GymnasiumsInfo Icon
  • 23.04.2024 19.30hBottrop Josef-Albers-GymnasiumInfo Icon
  • 07.05.2024 19.30hRödermark Kulturhalle TicketInfo Icon
  • 08.05.2024 10.00hRödermark KulturhalleInfo Icon
  • 23.05.2024 11.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 25.09.2024 19.30hOlten StadttheaterInfo Icon
  • 26.09.2024 19.30hSursee StadttheaterInfo Icon
  • 27.09.2024 20.00hWil TonhalleInfo Icon
  • 16.10.2024 19.30hRheine StadthalleInfo Icon
  • 02.12.2024 13.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 03.12.2024 9.00hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 03.12.2024 13.30hCastrop-Rauxel StudioInfo Icon
  • 10.01.2025 20.00hWesel Städtisches BühnenhausInfo Icon

Materialien