"The Times They Are A-Changin'" Bob Dylan und seine Lieder

Tankred Schleinschock

Zum Stück

Zwei der bekanntesten Filme über Bob Dylan heißen „A Complete Unknown“ (2025, Regie: James Mangold) und „No Direction Home“ (2005 von Martin Scorsese). Beide Filmtitel sind Zeilen aus einem seiner berühmtesten Songs: „Like a Rolling Stone“. Besser als mit diesen drei Titeln kann das Thema dieser musikalischen Produktion nicht beschrieben werden.

Musiker bleibt als Person schwer greifbar
Als am 19.3.1962 sein erstes Album mit dem schlichten Titel „Bob Dylan“ erscheint, ist auf der Plattenhülle zu lesen: „Bob Dylan wurde am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, geboren.“ Eigentlich ist das nicht richtig. Denn nicht Bob Dylan, sondern Robert Allen Zimmerman wurde an diesem 24. Mai in einer jüdischen Mittelschichtfamilie geboren. Der Name „Bob Dylan“ hingegen ist der Name einer Kunstfigur, mit der er sich ungefähr seit 1959 in wechselnden Rollen und Maskeraden, sich dabei immer wieder auf literarische und musikalische Traditionen beziehend, ständig neu erfindet. Dabei entzieht er sich allen Zuschreibungen und enttäuscht Erwartungshaltungen. Charmant, intelligent, witzig und bisweilen skurril düpiert er in Interviews Journalisten und Kritiker. Wie sagte er selbst: „ When asked to give your real name/never give it“. Oder: „I´m Bob Dylan only if I have to.“ Oder: „The people in the songs are all me.“
Und darum geht es: Um Bob Dylans wunderbare Songs, die im Laufe eines langen künstlerischen Lebens entstanden sind. Um nur einige zu nennen: „The Times They Are A-Changing’“, „Like A Rolling Stone“, „Don‘t Think Twice, Ist’s All Right“, „Hurricane“, „Mr. Tamborine Man“, „Tangled Up In Blue, „Knockin‘On Heaven‘s Door“, „It‘s All Over Now, Baby Blue“, „Mighty Quinn“, „A Hard Rain‘s Gonna Fall“, „All Along The Watchtower” etc. Immer wieder wurden seine Songs gecovert – von Jimi Hendrix, Manfred Mann, Johnny Cash und vielen anderen.

Bob Dylan erhielt Literaturnobelpreis für seine Songs
2012 verlieh ihm Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten für seine Beiträge zur amerikanischen Kultur. Für „poetische Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ erhielt er 2016 den Literaturnobelpreis. Natürlich erschien er nicht persönlich zur Preisverleihung, sondern ließ sich durch Patti Smith vertreten. In seiner aufgenommenen Dankesrede sagt er: „Unsere Songs sind lebendig im Land der Lebenden. Aber sie sind etwas anderes als Literatur. Sie sollen gesungen werden, nicht gelesen. So wie die Worte in den Dramen Shakespeares auf der Bühne gesprochen werden sollen, so sollen die Texte von Songs gesungen werden und nicht auf einer Buchseite gelesen …

 

Aufführungstermine

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