Anna Doing 

Anna Döing: ein neues und doch bekanntes Gesicht am WLT

14.1.2026 – Sie spielt die Hauptrolle im aktuellen WLT Krimi Das Ende des Schweigens nach dem Bestseller von Charlotte Link. Anna Döing ist das erste Mal zu Gast am WLT. Trotzdem könnten die Zuschauer sie schon kennen. Denn sie ist auf den Bühnen in NRW Zuhause und auch im TV keine Unbekannte.

Von den großen Bühnen in NRW über Bamberg bis hin zu TV- und Hörbuch-Produktionen: Woher könnten unsere Zuschauer dein Gesicht oder deine Stimme bereits kennen, und welche dieser Stationen liegt dir persönlich besonders am Herzen?”
Anna Döing: Ich habe in Bochum studiert und danach an einigen NRW Theatern gespielt. Daher ist mir die vielseitige Theaterlandschaft des Ruhrgebiets, zu der auch das WLT Castrop Rauxel gehört, sehr vertraut und ich freue mich, wieder hier zu spielen, auch wenn mir meine berufliche Station fernab des Ruhrgebiets, in Bamberg, auch sehr am Herzen liegt. Dort war ich Teil eines neuen Ensembles, das mit einer neuen Intendantin einen Neustart am dortigen Stadttheater gewagt hat und das war eine sehr besondere und spannende Zeit.

Du bist als Gast bei uns am Haus. Was macht für dich den speziellen Charme eines Landestheaters aus, bei dem man nicht nur in der eigenen Spielstätte bleibt, sondern im Tournee-Alltag jeden Abend ein neues Publikum an einem anderen Ort in der Region erobert?”
Anna Döing: In meinem Job fürchte ich mich manchmal vor zu viel Routine, vor immer gleichen Abläufen auf der Bühne, die verhindern, dass ich im Moment bin und jede Vorstellung neu entstehen lassen und erleben kann. Durch den Tournee-Alltag am Landestheater besteht diese Gefahr quasi nicht. Jeder Spielort hat andere Bühnen, Backstage Bereiche und Zuschauerräume. Ich muss bei jeder Vorstellung flexibel und extra wachsam für kleine Veränderungen sein. Ich empfinde das als sehr erfrischend.

Als echtes Kind des Ruhrgebiets, das in Oberhausen geboren wurde und in Bochum studiert hat: Was bedeutet es für dich, jetzt beruflich wieder hier in der Region ‘aufzuschlagen’ – und wo im Revier kannst du am besten abschalten, wenn der Vorhang gefallen ist?”
Anna Döing: Ich wollte nach meiner Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet zum Studium am liebsten ganz weit weg. Als ich dann ausgerechnet in Bochum an der Folkwang Uni einen Studienplatz bekommen habe, war ich glücklich wegen der Uni aber eher unzufrieden mit dem Standort. Erst während des Studiums habe ich das Ruhrgebiet als vielfältigen Ort voller Kulturangebote und versteckter Schönheit schätzen gelernt. Ich wohne zwar nicht mehr direkt im Ruhrgebiet aber immer noch nah genug, um es oft zu besuchen. Immer noch heimisch fühle ich mich in Bochum. Dort hole ich mir gerne ein Eis im Café Kugelpudel und schlendere durch den Park zum Planetarium.